Das Wünschen alleine funktioniert in der Marktwirtschaft eher selten. Das zeigt sich gerade beim schleppenden Ausbau der Elektromobilität. Statt sich wie erhofft weiter zu beschleunigen, gehen die Zuwachsraten der Autos mit reinem Batteriebetrieb in diesem Jahr sogar wieder zurück. Im Jahr 2017 hatte der Bestand um 120 Prozent zugenommen und sich damit mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2018 lag die Steigerungsrate nur noch bei 70 Prozent. Gebremst wird die Verkehrswende vor allem durch die hohen Kosten für Elektroautos bei Unterlegenheit im Alltag. Nicht einmal die Kaufprämie der Bundesregierung macht das Angebot für die Konsumenten schmackhaft.

In weite Ferne gerückt ist das Ziel der Bundesregierung, die eine Million Elektroautos bis 2020 erreichen will. Statt das Scheitern einzuräumen, werden die Steckdosenhybride zur Verschönerung der Bilanz eingerechnet. Unter dem Strich stehen enttäuschte Hoffnungen bei Energieversorgern, Herstellern und Umweltpolitikern.