Die Drohnenangriffe auf die Raffinerie in Saudi-Arabien haben die Ölpreise sprunghaft steigen lassen. In Deutschland wirkte sich das direkt auf den Heizöl-Preis aus: Er stieg am Montag um drei bis fünf Cent je Liter.

„Die Lager kommen an ihre Grenzen“

Da viele Verbraucher direkt Heizöl bestellten, kommt es in Regionen mit vielen Ölheizungsbesitzern zu ersten Liefer-Engpässen. „Die Lager im Südwesten Baden-Württembergs und in Bayern kommen an ihre Grenzen“, sagt Energie-Experte Klaus Bergmann vom Vergleichsportal esyoil.

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Auch das Internetportal des Singener Heizölhändlers Thomas Rundel wird mit Aufträgen überschüttet. „Wir bräuchten doppelt so viele Lastzüge um die Nachfrage zu bedienen“, so Rundel. Für die Kunden bedeute das längere Wartezeiten. Autofahrer mussten bis mittags für Diesel und Superbenzin E10 durchschnittlich ein bis zwei Cent mehr pro Liter bezahlen als am Vortag. Da die Tankstellen ihre Preise jedoch täglich mehrmals verändern, ist das noch keine belastbare Tendenz.

Um die Öl-Versorgung müssen sich die Verbraucher Experten zufolge aber keine Sorgen machen: Deutschland bezieht kaum Öl aus Saudi-Arabien und der Markt ist derzeit gut versorgt.