Die Bauern haben ihre Forderung nach Dürrehilfen durchgesetzt. 340 Millionen Euro bekommt die Branche nun aus Steuermitteln. Es nicht zu tun, würde bedeuten, den Strukturwandel der Landwirtschaft massiv zu beschleunigen. Immerhin stehen bundesweit 10 000 Betriebe auf der Kippe. Zu einem Dauerzustand darf die Bauern-Stütze aber nicht werden.

Sechs Milliarden pro Jahr für die Bauern

Anstatt je nach Höhe der Ernteschäden die Euro-Gießkanne auszupacken, sollte sich die Politik künftig darauf beschränken, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die könnte darin bestehen, den Landwirten die fachliche Expertise und die nötigen Finanzierungsinstrumente an die Hand zu geben, sich bestmöglich auf den Klimawandel einzustellen. Die Mittel im sechs Milliarden Euro schweren Agrarbudget sollten entsprechend umgeschichtet werden. Nötig dafür wäre es, die kostspieligen sozialen Sicherungssysteme für die Bauern zu reformieren. Ein heikles Thema, das aber angegangen werden muss, um die Branche zukunftsfähig zu halten.