Der Rüstungs- und Technologiekonzern Diehl hat im vergangenen Jahr einen kräftigen Wachstumsschub verbucht. Wie das Familienunternehmen in Nürnberg mitteilte, kletterte der Konzernumsatz um 9,7 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro. Getragen wurde das Wachstum nicht zuletzt vom Teilkonzern Defence (Verteidigung), der erstmals seit Jahren den Umsatz wieder deutlich steigern konnte. So erhöhten sich hier die Erlöse von 405 Millionen auf 435 Millionen Euro. Wesentlichen Anteil daran hatte nach Angaben des Unternehmens vor allem die Diehl Defence GmbH & Co. KG mit Sitz in Überlingen. Letztere ist nun die neue Führungsgesellschaft für das Verteidigungsgeschäft der Diehl-Gruppe; sämliche Beteiligungsgesellschaften seien jetzt unter diesem Dach konzentriert, hieß es weiter.

Ein kräftiges Umsatzplus verbuchte auch der Teilkonzern Aerosystems, wo die Erlöse von 1,06 Milliarden auf 1,32 Milliarden Euro anzogen. Demgegenüber mussten die Teilkonzerne Metall und Metering leichte Rückgänge hinnehmen.

Auf der Ertragsseite hielt der Diehl-Konzern das operative Ergebnis (Ebit) mit 174,7 Millionen Euro stabil. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 3 Prozent auf 16 385 Beschäftigte. Für das laufende Jahr peilt der Konzern einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro „bei entsprechender Ergebnissteigerung“ an.

Unterdessen ordnet das Unternehmen seine Führung nach dem Tod von Vorstandschef Thomas Diehl neu. Künftig übernehmen dessen Kinder verstärkt Verantwortung im Konzern. So sei der jüngste Sohn Markus Diehl (34) in den Aufsichtsrat berufen worden, wo er die Interessen der Familie vertrete, teilte der Konzern mit. Die Gesellschafter und Aufsichtsräte seien zudem dabei, die Nachfolge von Thomas Diehl zu regeln, sagte Vize-Vorstandschef Wolfgang Weggen. Neben Diehls drei Kindern Markus, Alexander und Stephanie komme auch ein externer Kandidat infrage. Thomas Diehl war am 16. April im Alter von 66 Jahren gestorben.