Zürich – Im Streit um den Abzug von Swiss-Flügen vom Flughafen Zürich, bleibt der Chef des Flughafens Zürich, Stephan Widrig, gelassen. "Die Swiss wird Zürich kaum den Rücken kehren", sagte der Luftfahrt-Manager dem SÜDKURIER.

Zuvor hatte der Vorstandschef der Lufthansa-Tochter Swiss, Thomas Klühr, damit gedroht, Flüge aus Zürich an das Lufthansa-Drehkreuz München abzuziehen. "Wenn Zürich über kurz oder lang die Situation hier nicht in den Griff bekommt und nicht nachfragegerecht wachsen kann, wird das Wachstum anderswo stattfinden müssen", sagte Klühr vor wenigen Tagen der "Luzerner Zeitung".

Zürich bietet "höchste Qualität"

Flughafen-Manager Widrig hält nun dagegen: "Der Standort Zürich ist für die SWISS sehr attraktiv, weil sie hier höchste Qualität vorfindet und erfolgreich unterwegs ist", sagte er.

Der Flughafen Zürich ist das Haupt-Drehkreuz der Swiss, die im Jahr 2007 komplett von der deutschen Lufthansa übernommen wurde. Der Flughafen leidet seit Jahren unter dem Fluglärmstreit mit deutschen Grenzgemeinden, der sich nachteilig auf die Starts und Landungen auswirkt. Außerdem steht der Standort in direkter Konkurrenz zu anderem Drehkreuzen wie München, Frankfurt, Wien oder Genf. Rund 30 Millionen Passagiere starten oder landen pro Jahr von Zürich aus. Allein am Flughafen arbeiten 2000 Beschäftigte. Mit dem Bau eines rund 900 Millionen Euro teuren Geschäfts- und Dienstleistungszentrum namens "The Circle" will der Standort seine Attraktivität derzeit steigern.