Der Flughafen Friedrichshafen hat 2016 deutlich weniger Passagiere verbucht als noch im Vorjahr. Die Zahl der Reisenden ging um 6,4 Prozent auf gut 520 000 zurück, wie die Betreibergesellschaft am Dienstag mitteilte. Als Grund wurden die Insolvenzen der österreichischen Fluglinie InterSky sowie der belgischen VLM genannt, die mehr als 100 000 Passagiere jährlich ab Friedrichshafen beförderten. Außerdem wurden laut Mitteilung Flüge in die Türkei wegen der politischen Situation von Anbietern zurückgefahren oder abgesagt.

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH, hält es trotz dieser Entwicklungen für "bemerkenswert, dass ein Teil der weggefallenden Passagierzahlen aufgrund der beiden Insolvenzen durch neue Angebote von Germania, Lufthansa und Wizz Air kompensiert werden konnte". Im Sommer sollen neue Ziele angeflogen werden, etwa zwei Mal wöchentlich Belgrad (Serbien) und drei Mal wöchentlich Tuzla (Bosnien). Lufthansa werde ferner eine vierte Verbindung nach Frankfurt anbieten.

Wehr: "Mit Hochdruck arbeiten wir an weiteren Streckenentwicklungen, speziell auch daran, wieder ein entsprechendes Angebot auf den innerdeutschen Strecken zu realisieren."