Die SPD liegt in Umfragen zur Landtagswahl in Bayern derzeit bei 12 Prozent, noch hinter den Grünen und der AfD. Und im Bund sieht es nicht viel besser aus. Das muss man verstehen, um die Forderung von Finanzminister Olaf Scholz nach einer Stabilisierung des Rentenniveaus bis ins Jahr 2040 einzuordnen. Denn der Vorstoß des SPD-Vizekanzlers hat mehr mit Wahlkampf und Populismus als mit einer realistischen Einschätzung unserer Rentenkasse zu tun. Aufgrund des demografischen Wandels wird das Rentensystem immer mehr in eine Schieflage geraten. Ein stabiles Rentenniveau müsste über steigende Beiträge zur Rentenversicherung erkauft werden, welche die junge und arbeitende Bevölkerung unverhältnismäßig belasten würden.

Die drohende Rentenlücke lässt sich nur über eine konsequente private Vorsorge schließen. Besser als wackelige Garantien zu versprechen, wäre es deshalb, diese Säule der Altersvorsorge über die Riester-Rente hinaus mit Steuererleichterungen stärker zu fördern.