Star Wars, Terminator oder Nummer 5 lebt: Roboter waren lange nur das Produkt von Hollywood-Fantasien. Doch was vor über 30 Jahren noch Fiktion war, ist längst Realität. Das Unternehmen Boston Dynamics sorgt mit seinen Videoclips regelmäßig für virale Hits. Das vor drei Jahren veröffentlichte Video "Atlas, The Next Generation" hat insgesamt 32 Millionen Aufrufe auf der Videoplattform YouTube. Der neueste Clip dreht sich rund um die Logistik.

Ob dieser Roboter je in einem Unternehmen eingesetzt wird, ist noch unklar. Anders sieht es bei dem amerikanischen Kurierunternehmen Fedex aus. Im Februrar stellte es einen Roboter vor, der ganz autonom Lieferungen bis vor die Haustür befördert. Dabei soll er problemlos durch den Verkehr kommen, rote Ampeln erkennen und auch vor Treppen keinen Halt machen. Es ist unklar, ob Fedex dieses Konzept weltweit anwenden wird: Der SameDay Bot wird aktuell in wenigen Städten in den USA getestet.

Auch in Deutschland wird an Robotern gearbeitet und geforscht. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entstand im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts der Roboter ARMAR-6. Er soll Techniker unterstützen, ihnen gegebenenfalls Werkzeug bringen oder Gegenstände abnehmen. Seine erste Anstellung fand ARMAR-6 im Lagerhaus eines britischen Versandhändlers.

Am Menschen macht der Fortschritt ebenfalls keinen Halt. Mit sogenannten Exoskeletten soll der Körper optimiert und vor allem schwere Arbeiten vereinfacht werden. Das niedersächsische Unternehmen Ottoblock bietet solche Produkte an, um Überkopfarbeiten zu erleichtern: Decke streichen, etwas am Unterboden eines Autos montieren oder ähnliche Arbeiten sollen somit weniger anstrengend für Muskeln und Gelenke im Schulterbereich sein.

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Wo neue Technologien sind, ist das Militär nicht weit: Boston Dynamics selbst hat schon an Transportlösungen für die US-Army gearbeitet. Neben dem effektiven Transport von schweren Geräten, Waffen oder Ausrüstung testet das Pentagon auch Aufklärungsmodule und Minen- sowie Sprengfallenentschärfer. Bewaffnete Roboter, die autonom entscheiden, ob sie auf ein Ziel schießen, sind aufgrund ethischer Bedenken bisher eine Seltenheit. Kritisiert wird vor allem der Verlust der menschlichen Kontrolle über die Waffengewalt.