Elektroautos gehören hierzulande weiterhin zu den Exoten. Gerade einmal 34 000 Fahrzeuge sind auf deutschen Straßen mit einem Elektroantrieb unterwegs. Zum Vergleich: Das sind weniger Autofahrer, als in das Fußballstadion vom 1. FC Saarbrücken passen – und die spielen in der viertklassigen Regionalliga Südwest.

Die Gründe für die schwache Nachfrage nach E-Autos liegen auf der Hand. Elektroautos sind für Normalverdiener schlicht zu teuer. Zudem fehlt es nach wie vor an einer flächendeckenden Lade-Infrastruktur. Schließlich hinken auch die Hersteller der Elektromobilität hinterher. Ihre Elektro-Offensive wird erst in den Jahren 2020 bis 2025 zu einer breiten Angebotspalette führen.

Allerdings wäre es ein Fehler, einseitig nur auf E-Autos zu setzen. Auch weiter entwickelte Verbrennungsmotoren haben das Potenzial, noch effizienter zu werden. Die technisch beste Lösung kann nicht politisch per Gesetz erzwungen werden – sie muss sich im Wettbewerb am Markt ergeben.