Nicht nur Daimler nimmt dieser Tage die Jagd auf Tesla auf. Auch BMW und Audi tun es. Innerhalb der kommenden zwei Wochen werden die deutschen Premium-Autobauer ihre ersten vollelektrischen Leitmodelle präsentieren, die dem kalifornischen Konzern Konkurrenz machen sollen. Zur IAA 2019 wird dann ein Elektro-Gewitter losbrechen. Damit sind die Deutschen spät dran. Sie hinken übrigens nicht nur Tesla hinterher, sondern auch Allerweltsmarken wie Renault, Nissan oder BYD. Und sie haben ein weiteres Problem. Die Batterien werden knapp. Käufer von E-Smart oder der E-Golf müssen schon jetzt immense Wartezeiten in Kauf nehmen. Und das Problem wird sich verschärfen. Zu lange haben die Deutschen auf ihre asiatischen Akku-Zulieferer vertraut, von denen sie jetzt im Regen stehen gelassen werden. Zu einer konzertierten Aktion zur Zellfertigung in Deutschland konnten sich die Konzerne bisher nicht durchringen. Auch hier hatte Tesla die bessere Strategie. Zusammen mit Panasonic bauen die Kalifornier ihre Akkus vor der Haustür in Nevada.