Basel/Radolfzell – Die Schweizer Bell Food Group hat im ersten Halbjahr dieses Jahres ihren Umsatz um 19 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Schweizer Franken (1,8 Milliarden Euro) gesteigert. "Das Wachstum ist auf Übernahmen, Währungseffekte und organisches Wachstum zurückzuführen", teilt der Nahrungsmittelhersteller aus Basel, zu dem seit diesem Jahr auch der Suppen- und Soßen-Spezialist Hügli gehört, mit. Auch das Absatzvolumen stieg ähnlich stark auf 268 Millionen Kilogramm.

Dagegen musste die Hügli-Mutter einen Dämpfer beim Gewinn verkraften. Das Ergebnis (Ebit) ging um über 15 Prozent auf 55 Millionen Schweizer Franken (48 Millionen Euro) zurück. "Verantwortlich für den Rückgang war das Wachstum in margenschwächeren Sortimenten in der Schweiz sowie das Geflügelgeschäft", teilt die Bell Food Group mit. Für das zweite Halbjahr habe Bell verschiedene "Reorganisationsmassnahmen" angestoßen, um das Ergebnis wieder zu verbessern.

Wie Bell mitteilt, liegt die Integration von Hügli auf Kurs. "Verschiedene Synergieprojekte wurden aufgegleist und werden bis Ende 2018 erste Resultate zeigen", heißt es bei Bell. Das auf Fleischprodukte spezialisierte Unternehmen beschäftigt in Europa über 12 000 Mitarbeiter, davon 600 im Radolfzeller Hügli-Werk.