Herr Wyss, die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland und Europa befinden sich im Wandel und der Fleischkonsum nimmt ab. Werden wir uns eines Tages von Insekten, zum Beispiel von gemahlenen Heuschrecken, ernähren?

Insekten sind für uns kein Tabu, auch wenn diese Ernährungsweise in unserem Kulturkreis keine Tradition hat. Aber man muss erstmal abwarten. Wir investieren nicht in jeden Trend, der aufpoppt. Noch gibt es für Insektenprodukte keine breite Käuferschaft.

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In Ihrem Werk im westfälischen Bad Wünnenberg stellen Sie Ihre Produktion von Frikadellen auf Müsli und Salat um. Ist das die Richtung, in die Ihr Konzern in der Zukunft gehen will?

Ja, das hat schon eine gewisse Symbolik. Wir wollen in den Märkten investieren, wo wir hohe Margen erwirtschaften können. Und die sind im Convenience-Bereich nunmal höher als in gewissen Fleischsegmenten.

Wie weit sind Sie bei der Integration von Hügli in den Bell-Konzern?

Wir wollen die Integration in diesem Jahr komplett abschließen. Hügli ist für uns ein Glücksfall und Hügli hat durch uns einen sicheren Hafen gefunden.