Es hätte so schön sein können. Gerade fängt die Weltwirtschaft an, sich zu erholen, selbst in den einstigen Krisenländern belebt sich die Konjunktur. Und jetzt droht Donald Trump mit seinen Strafzöllen auf Stahl und Aluminium wieder alles zunichte zu machen. Mag sein, dass der US-Präsident damit die heimische Stahlbranche kurzfristig unterstützt. Auf Dauer aber schadet er der gesamten Weltwirtschaft – und übrigens auch der US-Wirtschaft.

Schon jetzt hat etwa die EU konkrete Gegenmaßnahmen angekündigt, was wiederum zu entsprechenden Reaktionen aus den USA führen dürfte. Damit besteht die Gefahr, dass sich die Zollspirale immer höher schraubt. Das trifft vor allem auch die Exportnation Deutschland, die auf offene Handelswege angewiesen ist. Aber auch für die gesamte Weltwirtschaft ist der Konflikt ein Desaster: Sie ist inzwischen so vernetzt, dass bei einem Handelskrieg jedes Land nur verlieren kann. Es ist einfach ein Jammer.