Dass der Bayer-Konzern den US-Konkurrenten Monsanto wohl schlucken darf, mag aus unternehmerischer Sicht Sinn machen – für die Landwirte und für die Verbraucher ist es eine schlechte Nachricht.

Die Mega-Fusion verstärkt nämlich einen seit Jahren anhaltenden Trend im Agro- und sowie im Pharmabereich: Immer mehr Unternehmen schließen sich zusammen, um globale Verbünde zu bilden. Beispiel Pflanzenzüchtung: Die Großkonzerne konzentrieren ihre Anstrengungen auf wenige, besonders ertragreiche Nutzpflanzen – hauptsächlich auf Weizen, Reis und Mais und hier nur auf ganz wenige Sorten. Alles andere fällt unter den Tisch, weil es zu wenig Umsatz verspricht.

Das führt zu Problemen für Landwirte, spezielle, regionale Nutzpflanzen anzubauen – das Saatgut ist schlicht nicht mehr vorhanden. Für die Konzerne ist die Konzentration ideal, weil sie ihre Pflanzenschutzmittel nur auf ganz wenige Welt-Sorten abstimmen müssen. Exakt diese Strategie verfolgt Bayer, das durch die Übernahme zum führenden Unternehmen bei Saatgut, aber auch beim Pflanzenschutz wird. Die Bauern werden diese Konzentration durch höhere Preise zu spüren bekommen. Und so mancher Verbraucher könnte seine Lieblings Kartoffel- oder Erdbeersorte bald vergeblich im Regal suchen.