Was soll eigentlich noch alles kommen? Besitzer älterer Dieselautos müssen seit einigen Monaten um europäische Metropolen und Städte einen Bogen machen. Einfahrverbot! In den Innenstädten – selbst auf dem Land – wird der Parkraum dermaßen verknappt, dass der Einkauf beim Einzelhändler um die Ecke oder der Arztbesuch in der City zur mittellangen Wanderung mutiert. Wo früher Tempo 50 herrschte, ist die Geschwindigkeit jetzt auf 40 oder gar 30 Stundenkilometer reduziert. Und jetzt kommen auch noch die Österreicher daher und verbieten die Durchquerung der Alpenrepublik via Landstraße.

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Mobilität für Familien

Das geht so nicht weiter. Deutschlands und Europas Ordnung beruht auf Freizügigkeit und Mobilität. Das gilt insbesondere fürs Reisen. Wenn Zehntausende in den Ferienzeiten ihre Dachbox aufs Auto schrauben und mit Luftmatratze und Schwimmflügeln in den Süden fahren, ist das kein Luxus-Schnickschnack wie der Wochenend-Trip nach New York, sondern ein integraler Bestandteil der Mobilität, ja sogar des Familienlebens ganz normaler Bürger.

Wo sind die Alternativen?

Wer diese Art des Reisens erschwert, verkennt, dass Alternativen schwer möglich sind. Sollte die 5-köpfige Familie besser fliegen? Oder jedes Jahr immer nur Urlaub im Schwarzwald machen? Und die Bahn über die Alpen hält dann eben auch nur in den großen Städten und fährt nicht bis zum Badeparadies am Mittelmeer oder der Adria durch. Da wird die Anreise dann zum Urlaub selbst – mit zweifelhaften Erholungsfaktor.

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Insofern ist der Autobahnzwang in Österreich ein ziemlich hilfloser Versuch, das Reisen in andere Bahnen zu lenken. Und ein ziemlich garstiger noch dazu.