Jetzt hat es Martin Winterkorn also doch noch erwischt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig klagt ihn wegen schweren Betrugs und Untreue an. Dem Ex-VW-Chef droht bei einer Verurteilung der Totalabsturz. Eine Haftstrafe, der Entzug millionenschwerer Boni sowie Schadenersatzforderungen von VW sowie von Aktionären, könnten die Folge sein.

Noch gilt die Unschuldsvermutung

Könnten! Denn nach wie vor gilt auch im Fall Winterkorn die Unschuldsvermutung. Plausibel erscheint es indes nicht, dass der Kontrollfreak erst unmittelbar vor dem öffentlichen Bekanntwerden vom Abgasbetrug erfahren hat. Wahrscheinlicher ist, dass Winterkorn lange vorher eingeweiht war, dass er möglicherweise sogar Anweisungen gab, den Skandal zu vertuschen.

Das könnte Sie auch interessieren

Für die Substanz der Anklagepunkte spricht auch, dass die Ermittler sich viel Zeit ließen, Klage zu erheben. Auch für sie steht einiges auf dem Spiel, denn allzu oft sind vorpreschende Staatsanwälte am Ende mit leeren Händen vor Gericht dagestanden. In Braunschweig soll sich das nicht wiederholen.