Der Einbruch des iPhone-Herstellers Apple hatte sich schon im Dezember angedeutet. Denn erstmals gewährte der US-Konzern, der für seine hochpreisigen Produkte bekannt ist, seinen Kunden großzügige Rabatte. Aus einer Position der Stärke heraus wäre dieser Strategieschwenk nicht nötig gewesen. Nun zeigt sich, warum Apple klein bei geben musste: Das iPhone verkauft sich nicht mehr so gut wie früher; vor allem das China-Geschäft schwächelt. Entsprechend enttäuscht sind die Investoren, die sich gestern in Massen von ihren Apple-Aktien trennten.

Doch vorzeitig abschreiben sollte man den Elektronikkonzern nicht. Die prognostizierten 84 Milliarden Dollar für das vierte Quartal des letzten Jahres entsprechen fast dem Jahreserlös eines Dax-Konzerns wie Siemens. Auch die Gewinne von Apple und der Markenwert sind nach wie vor gigantisch. Dem ehemaligen Spitzenreiter beim Börsenwert geht es derzeit wie dem FC Bayern: Der Rekordmeister steht zwar nicht mehr auf Platz eins, hat aber das Fußballspielen nicht verlernt. Auch Apple wird seine Krise überwinden.