Jetzt hat es also auch den Automobilzulieferer ZF erwischt. Das Unternehmen steckt mitten im Abgasskandal. US-Anwälte erheben den Vorwurf, ZF habe dem Autobauer Audi geholfen, den Spritverbrauch und die CO2-Emissionen, bei mehr als 100 000 Fahrzeugen schöngerechnet zu haben. Ein Trick mit einem Automatik-Getriebe soll dafür verantwortlich sein. Bislang ist das nur ein Vorwurf. Bewiesen ist noch nichts.

Konzern lässt interne Ermittlungen anstellen

Aber immerhin hat die in San Francisco anhängige Sammelklage dazu geführt, dass ZF in den letzten Monaten interne und externe Ermittler losgeschickt hat, um das eigene Haus zu durchleuchten. Vier Mitarbeiter, darunter zwei Top-Manager, mussten gehen. ZF äußert sich dazu nicht, dementiert aber auch nicht.

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Klar ist, dass die Vorwürfe aus den USA zur Unzeit kommen. Der Stiftungskonzern steckt mitten in der Milliardenübernahme des Bremsenbauers Wabco. Gleichzeitig trüben sich die Konzernzahlen ein. Negativ-Nachrichten kann das Unternehmen derzeit eigentlich nicht brauchen.