• Moskau: Mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern ist Moskau die größte Stadt Europas und das Machtzentrum Russlands. Hinter den Backsteinmauern des Kremls lenkt Präsident Wladimir Putin das Land.

  • St. Petersburg: Als russisches „Fenster nach Europa“ gründete Zar Peter I. im Jahr 1703 die Stadt an der Ostsee. 1917 ergriffen die Kommunisten die Macht, sie tauften die Stadt Leningrad. Heute ist St. Petersburg die zweitgrößte Stadt Russlands. Das Zentrum zählt zum Unesco-Weltkulturerbe – wegen seiner malerischen Kanäle und Brücken auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet.

  • Jekaterinburg: Jekaterinburg, benannt nach Zarin Katharina I., liegt hinter dem Ural-Gebirge, also in Sibirien. Zar Nikolaus II. wurde hier 1918 mit seiner Familie ermordet. Die russisch-orthodoxe Kirche hat ihn als Märtyrer heiliggesprochen. Eine neue Kathedrale erhebt sich über der Stätte der Bluttat. Prominentester Sohn der Stadt war Ex-Präsident Boris Jelzin (1931-2007), der dort einige Jahre studierte.

  • Kaliningrad: Das deutsche Erbe bleibt präsent im früheren Königsberg, das nach dem Zweiten Weltkrieg der Sowjetunion zugesprochen wurde. Heute grenzt Kaliningrad als westlichstes Gebiet Russlands an die EU-Staaten Polen und Litauen. Bekannteste Persönlichkeit der Stadt: der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804).

  • Kasan: Kreml und Minarett – die Hauptstadt der ölreichen Teilrepublik Tatarstan gilt als Beispiel für ein Miteinander der Kulturen. Tatsächlich steht im Kreml von Kasan die Kul-Scharif-Moschee der muslimischen Tataren friedlich neben der orthodoxen Mariä-Verkündigungs-Kathedrale.

  • Nischni Nowgorod: Ein Sprichwort sagt: „Moskau ist das Herz Russlands, St. Petersburg der Kopf und Nischni Nowgorod seine Tasche.“ Die Stadt liegt an der Einmündung der Oka in die Wolga. Sie war im 19. Jahrhundert ein Konkurrent für Moskau als Handelsdrehscheibe.

  • Rostow am Don: Der Süden Russlands war früher Kosakengebiet. Dort dienten wehrhafte Reiterbauern dem Zaren. Nirgendwo lebt so stark die Kosaken-Tradition wieder auf wie in und um Rostow am Don.

  • Samara: Samara ist ein Zentrum des sowjetischen und heute russischen Raketenbaus. Die als zaristische Festung gegründete Stadt zieht sich 50 Kilometer an der Wolga entlang und ist für ihre Strandpromenade bekannt.

  • Saransk: Die Hauptstadt der Republik Mordwinien, bewohnt von einem finno-ugrischen Volk, hat sich mit disney-mäßig verspielten Gebäuden aufgehübscht. Der französische Schauspieler und Wahl-Russe Gérard Depardieu besitzt eine Wohnung in Saransk.

  • Sotschi: Palmen, Strand und schneebedeckte Gipfel – diese Mischung zog schon zu den Olympischen Winterspielen 2014. Im Olympiapark in Adler können Besucher die Bauten von 2014 bewundern sowie eine Formel-1-Strecke.

  • Wolgograd: Wolgograd hat Platz und zieht sich 70 Kilometer am Ufer der Wolga entlang. Die tragischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs im damaligen Stalingrad prägen die Stadt bis heute.