Mark Flekken: Das muss dem Niederländer im SC-Tor gefallen haben. Da kommen schon in der ersten Viertelstunde die Dortmunder Bellingham und Haaland frei zum Schuss, doch Flekken kann zweimal souverän parieren. Okay, es waren eher harmlose Abschlüsse, aber, bitte, wer fragt schon danach, wenn es am Ende 2:1 für Freiburg heißt. In Halbzeit zwei sah der Sportclub-Keeper gut aus gegen Malen, als der frei vor ihm auftauchte. Und bezwungen wurde Flekken nur vom eigenen Mitspieler Yannik Keitel, der eine Passlack-Flanke ins eigene Tor lenkte. – Note: 2

Jonathan Schmid: Der Franzose machte seine Sache très bien. War aufmerksam, brachte immer wieder seine Fußspitze in Dortmunder Kombinationen. Auf dem möglichen Weg zum dritten Freiburger Tor wurde er von Akanji kurz vor dem Strafraum von den Beinen geholt, was dem Dortmunder die gelbe Karte einbrachte. - Note: 2,5

Bild: Philipp von Ditfurth

Philipp Lienhart: In Bielefeld unterliefen dem Österreicher ein paar Schnitzer, diesmal blieb er sattelfest. Gutes Stellungsspiel, vor dem eigenen Tor Chef im Ring, einige gelungene Spieleröffnungen mit präzisen Diagonalpässen. – Note: 2,5

Bild: Philipp von Ditfurth

Nico Schlotterbeck: Der 22-Jährige bekam es mit dem 19-jährigen Erling Haaland zu tun. Die beiden beharkten sich mit Haken und Ösen, immer wieder mal hatte es den Anschein, als gäbe es auch verbale Provokationen vor allem seitens des Norwegers im BVB-Trikot. Der rammte in der zweiten Hälfte Schlotterbeck im Stile eines Eishockeycracks um, wirklich vorbei kam er aber nicht am Freiburger. - Note: 2

Christian Günter: Der Kapitän absolvierte sein 237. Bundesligaspiel im Freiburger Trikot, damit ist er Rekordmann beim Sportclub! Vor allem in der ersten Halbzeit machte Günter im Duett mit Vincenzo Grifo mehrmals Alarm auf der linken Angriffsseite, im zweiten Durchgang musste er sich weitgehend auf Defensivarbeit konzentrieren – mit Erfolg! – Note: 2,5

Bild: Philipp von Ditfurth

Nicolas Höfler: Der Mittelfeldlenker war an beiden Freiburger Toren beteiligt. Vor dem 1:0 wurde Höfler von Passlack gefoult, den Freistoß zimmerte Grifo in den Winkel. Vor dem 2:0 eroberte Höfler in der eigenen Hälfte den Ball von Bellingham, über Grifo, Roland Sallai, Wooyeong Jeong und Lucas Höler kam die Kugel wieder zu Sallai, der aus fünf Metern vollendete. Auch sonst war die Nummer 27 sehr präsent, starker Auftritt. - Note: 2

Yannik Keitel: Wenn man in der Defensivarbeit ein Auge auf einen Marco Reus zu werfen hat, dann muss man stets hellwach sein. Der 21-Jährige war es und ließ dem BVB-Star wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Nach zwei geschickten Balleroberungen verpasste Keitel dann das rechtzeitige Abspiel, ein Punkt, an dem er noch arbeiten kann. Beim Eigentor schlicht Pechvogel. – Note: 3

Wooyeong Jeong: Der Südkoreaner ist ein technisch versierter Kicker, aber eben auch ein Leichtgewicht, weshalb ihm rustikale Gegenspieler immer wieder in die Parade fahren. Beim Konter, der zum 2:0 führte, war Jeong mit von der Partie, seine beste Chance aber ließ er liegen. Nach einer harten Flanke von Günter hielt er zwar den Fuß hin, allerdings nicht in die richtige Richtung – der Ball sauste links am BVB-Kasten vorbei. – Note: 3,5

Vincenzo Grifo: Grandiose erste Halbzeit! Immer wieder gelungene Angriffe über links, gescheite Pässe, und was für ein Freistoßtreffer – aus gut 30 Metern hoch in den linken Winkel zur frühen 1:0-Führung. In Halbzeit zwei wie alle Freiburger viel mit Abwehraufgaben beschäftigt, für einige gute Aktionen nach vorne und einen zweiten schönen Freistoß, den Kobel parierte, reichte es trotzdem noch. Wurde nach dem Spiel verdientermaßen von den Fans auf der Nordtribüne zum Jubel auf den Zaun gerufen. – Note: 1,5

Bild: Philipp von Ditfurth

Roland Sallai: Beim 0:0 in Bielefeld noch von der Bank gekommen, stand der Ungar diesmal in der Startelf. Und Sallai rechtfertigte das Vertrauen von Trainer Christian Streich mit einem engagierten, bissigen Auftritt, den er nach 53 Minuten mit seinem Tor zum 2:0 krönte. - Note: 2

Lucas Höler: In Bielefeld hatte der Mann mit der Nummer neun bei einer Kopfballchance noch den Freiburger Sieg liegen gelassen, diesmal legte er per Kopf dem Kollegen Sallai zum 2:0 auf. Wie gewohnt laufstark und mit starkem Rückzugsverhalten, zum Abschluss kam er freilich nicht. - Note: 3

Bild: Philipp von Ditfurth

Jannik Haberer: Er kam nach 70 Minuten für Jeong aufs Feld und tat wie ihm vom Trainer geheißen: Haberer ackerte, was das Zeug hielt und lief, was die Beine hergaben. Für die 20 Minuten gibt es die Note 3.

Kevin Schade: Der 19-Jährige ist einer der sechs Jungen, die das Sportclub-Trainerteam zu dieser Saison aus der zweiten Mannschaft in den A-Kader holte. In den letzten 20 Minuten, die er für Sallai mitwirken durfte, rechtfertigte Schade diese Zutrauen eindrucksvoll. Frech im Zweikampf, mit klugen Pässen – ein Versprechen für die nahe Zukunft! Für den Kurzeinsatz: Note 1,5.

Ermedin Demirovic: Der Stürmer löste den Kollegen Höler nach 70 Minuten ab, kam aber nicht mehr so richtig in den Spielfluss. Dafür holte er sich für ein Foul an Akanji die einzige Freiburger gelbe Karte ab. Für den kurzen Einsatz: Note 3,5.

Nach 84 Minuten kam Lukas Kübler für Grifo auf den Rasen und nach 86 Minuten feierte Neuzugang Maximilian Eggestein seinen Einstand im SC-Trikot. Beide bleiben unbenotet.