Es ist der Klassiker der Schweizer Super-League: Der FC Zürich tritt heute Abend gegen den FC Basel an. Doch die Gäste aus Zürich werden ein schweres Spiel vor sich haben – aufgrund von mehreren Coronavirus-Infektionen tritt der FCZ nur mit seiner Nachwuchsmannschaft gegen Basel an.

Am Freitag wurde die Infektion bekannt

Begonnen hatte es schon am 3. Juli: Der 23 Jahre alte Abwehrspieler Mirlind Kryeziu hatte leichte Symptome einer Coronavirus-Infektion gezeigt und wurde schließlich positiv getestet.

Mehrere positive Fälle

Danach kam es Schlag auf Schlag für den Verein: Mittlerweile sollen sechs Spieler und drei Mitarbeiter positiv getestet worden sein – auch Vereinspräsident Ancillo Canepa ist infiziert, wie er auf der Vereinshomepage mitteilte. Er sei mit der Mannschaft am 7. Juli im Bus zu Xamax Neuchatel gereist und habe sich deshalb testen lassen, gab Canepa bekannt. Die Infizierten sollen keine oder nur leichte Symptome aufweisen.

Ob Kryeziu der erste der Ansteckungskette war, sei nicht erwiesen, betonte FCZ-Präsident Canepa, und nimmt seinen Spieler in einer Mitteilung in Schutz: „Mirlind Kryeziu hat sich professionell, vorbildlich und verantwortungsbewusst verhalten und nach dem Auftreten der geringfügigen Symptome sogleich testen lassen.“

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Da sich aufgrund der Vorfälle die komplette erste Mannschaft in Quarantäne befindet, muss nun die Nachwuchstruppe des FC ran. Denn der Spielplan in der höchsten Schweizer Liga ist sehr verdichtet – geplant ist ein Saisonende bis zum 3. August. Ausweichtermine gibt es kaum.

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„Wir haben alle Pros und Contras abgewogen und sind zum Schluss gekommen, im Interesse des Schweizer Fußballs die beiden Spiele gegen Basel und gegen die Young Boys austragen zu wollen. Wenn wir dadurch sicherstellen können, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt werden kann, ist dies im Interesse aller Super-League-Vereine“, wird der Vereinspräsident in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Samstag gegen Young Boys Bern

Auch die Partie gegen die Young Boys Bern am kommenden Samstag, 18. Juli, soll demnach stattfinden. Ob dann wieder die erste Mannschaft auf dem Platz stehen wird oder erneut der Nachwuchs auflaufen muss, ist noch unklar. In einer ersten Vereinsmitteilung hieß es, dass die erste Mannschaft bis zum 17. Juli unter Quarantäne stehen werde. Im Gegensatz zur Bundesliga gab es in der Super League seit dem Restart Mitte Juni keine regelmäßigen Corona-Tests.