Ein deutscher Europapokalsieger, der nicht aus Bayern kommt? Gibt es nicht? Gibt es doch! Der Frankfurter Eintracht gelang gestern tatsächlich das, was vor der Saison kaum einer zu träumen gewagt hätte: die Hessen sicherten sich im Finale gegen die Glasgow Rangers den Triumph in der Europa League, ließen sich nach den sensationellen Erfolgen im Viertel- und Halbfinale auch im Endspiel nicht mehr stoppen.

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So stark die sportliche Leistung auch war, für noch mehr Aufsehen sorgten die Anhänger der Eintracht. Man hätte das Stadion in Sevilla doppelt mit Äppelwoi-Trinkern und Handkäs-mit-Musik-Genießern füllen können, die Lust auf den Europapokal war einmal mehr einzigartig und stand in Kontrast zu RB Leipzig, das mangels Nachfrage in seinem Halbfinale gegen die Rangers noch nicht einmal die Hälfe der zugeteilten Eintrittskarten in Anspruch genommen hatte. Spiele in der Europa League können fantastisch sein, sie müssen es aber nicht. Zumindest hier hat die Champions League mehr Garantien zu bieten.

Fünfter Startplatz für die Gruppenphase der Champions League

Gewonnen hat übrigens nicht nur die Eintracht, die gesamte Bundesliga profitiert von dem Erfolg, schließlich dürfen die Hessen kommende Spielzeit neben den gesetzten vier Teams aus Deutschland in der Gruppenphase der Champions League antreten und damit Punkte für zukünftige Startplätze der Bundesliga sammeln. Wichtiger noch, die nächsten magischen Europapokalnächte sind garantiert.

Und die Bundesliga hat sich nach langen Jahren voller Enttäuschungen nun doch mit der Europa League angefreundet. Was für ein Leistung. Glückwunsch, Eintracht Frankfurt.