In einem von zahlreichen Top-Chancen geprägten Spiel fehlten dem Team von Trainer Pellegrino Matarazzo vor allem zwei Dinge: defensive Stabilität und offensive Effizienz. Passend dazu verschoss Philipp Förster (26.) einen Handelfmeter, selbst den Nachschuss setzte der Mittelfeldspieler unbedrängt über das Tor. Nur Gonzalo Castro traf in der Nachspielzeit.

Schwache Stuttgarter Defensive

Die äußerst unterhaltsame Partie startete ohne langes Abtasten. Allein im ersten Durchgang spielten sich beide Teams zahlreiche Hochkaräter heraus. Der größte Unterschied: Wolfsburg nutzte zwei seiner Topchancen, der VfB keine. Sasa Kalajdzic (9.) und Tanguy Coulibaly (35.) scheiterten jeweils frei und unbedrängt am starken VfL-Torhüter Koen Casteels. Zudem parierte der Belgier auch noch den Elfmeter von Förster. Was die Schwaben dagegen zum Teil defensiv ablieferten, war erschreckend.

Stuttgarts Naouirou Ahamada (l) in Aktion gegen Wolfsburgs Ridle Baku (r).
Stuttgarts Naouirou Ahamada (l) in Aktion gegen Wolfsburgs Ridle Baku (r). | Bild: Tom Weller/dpa

Meistens benötigten die Gäste nur wenige Stationen, um gefährlich zu werden. Maximilian Philipp (10.) und der Ex-Stuttgarter Josip Brekalo (12.) hätten schon treffen können. Kurz darauf machte es Schlager besser und hämmerte den Ball mit dem Vollspann flach ins Tor. Eine knappe halbe Stunde später erhöhte Weghorst nach einer Brekalo-Flanke per Kopf. Der Niederländer war damit im siebten Bundesliga-Spiel in Serie an einem VfL-Tor direkt beteiligt, was vor ihm zuletzt dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko gelungen war.

Stuttgart bemüht, die Wölfe machen den Deckel drauf

Die ohne zahlreiche Stammkräfte angetretenen Stuttgartern machten dagegen deutlich, dass sie noch nicht reif sind für Europa. Die extrem junge Mannschaft kam kaum in die Zweikämpfe, wodurch Wolfsburg immer wieder zu Chancen kam. Offensiv blieb der Aufsteiger dagegen dank seines Tempos permanent gefährlich – er nutzte nur seine Gelegenheiten nicht.

Wolfsburgs Yannick Gerhardt (3.v.l) jubelt nach seinem Tor zum 0:3 mit Wolfsburgs Maximilian Arnold (l) und Wolfsburgs John Anthony Brooks (2.v.r).
Wolfsburgs Yannick Gerhardt (3.v.l) jubelt nach seinem Tor zum 0:3 mit Wolfsburgs Maximilian Arnold (l) und Wolfsburgs John Anthony Brooks (2.v.r). | Bild: Tom Weller/dpa

Stattdessen schlugen die Wolfsburger erneut zu. Nach einem schnellen Angriff legte Brekalo quer auf Gerhardt, der den Ball zum 3:0 ins Tor schlenzte. Trotz des deutlichen Rückstandes bemühten sich die Schwaben weiterhin. Castros Tor in der Nachspielzeit war nur noch ein schwacher Trost.

(dpa)