Mark Flekken: So einen Tag erlebst du als Torhüter selten: zwei Schüsse und ein Kopfball auf den Kasten, drei Gegentore! Lediglich einen Schuss von Hofmann konnte der SC-Keeper über die Latte lenken, dabei aber hatte der Linienrichter Abseits gewunken. Am Elfmeter von Bensebaini und dem 3:3 von Stindl war Flekken machtlos, beim zweiten Gegentor durch Embolo hätte er allerdings entschlossener auf den alleine vor ihm aufkreuzenden Gladbach-Stürmer zustürmen können. So aber konnte Embolo den Ball mühelos ins Torwarteck platzieren. – Note: 4

Torwart Mark Flekken (SC Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Torwart Mark Flekken (SC Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Lukas Kübler: Hatte beim Pokalsieg in Hamburg aus gesundheitlichen Gründen pausieren müssen, jetzt stand der stabil gewordene Rechtsverteidiger wieder in der Startelf. Verrichtete seinen Part solide ohne Ausschläge nach oben oder unten. Nach 85 Minuten holte ihn der Trainer vom Feld und schickte Keven Schlotterbeck ins Gefecht. Leider kein Gewinnerzug. – Note: 3

Lukas Kuebler (Freiburg), – SC Freiburg Mannschaftsfoto 2018-19
Lukas Kuebler (Freiburg), – SC Freiburg Mannschaftsfoto 2018-19 | Bild: Hahne, Joachim

Philipp Lienhart: Überragende Vorstellung des Österreichers. Defensiv stets Herr der Situation, wie das sein soll. Und offensiv eben immer für einen Treffer gut. Das hätten die Gladbacher schon in Halbzeit eins erkennen können, als Lienhart nach einem Günter-Eckball nicht hoch genug steigen konnte und sein Kopfball links vorbei segelte. In der 80. Minute war dann alles perfekt: Günters Eckball und Lienharts wuchtiger Kopfball zum 3:2 – es war bereits der fünfte Saisontreffer des SC-Innenverteidigers: – Note: 1

Philipp Lienhart (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Philipp Lienhart (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Nico Schlotterbeck: Der zuletzt überragende Innenverteidiger hatte diesmal einen schweren Stand. Vor dem Elfmeter, der zum 0:1 führte, zog er gegen den schubsenden Hofmann den Kürzeren, beim 0:2 lief ihm Torschütze Embolo davon und bei Stindls Kopfball zum 3:3 sprang er unter Herrmanns Flanke hindurch. Ansonsten hatte Schlotterbeck alles im Griff, aber es war eben nicht genug. – Note: 3,5

Freiburgs Nico Schlotterbeck reagiert nach dem Spiel gegen Bor. Mönchengladbach
Freiburgs Nico Schlotterbeck reagiert nach dem Spiel gegen Bor. Mönchengladbach | Bild: Tom Weller/dpa

Christian Günter: Nervte die Gladbacher mit seinen ständigen tempostarken Attacken und war denna auch gleich an allen drei Freiburger Toren beteiligt. Vor dem Foul an Höfler, dass direkt nach Wiederanpfiff zum Elfmeter und zum 1:2 führte, servierte der Kapitän den Eckball. Das 2:2 erzielte er mit einem strammen 20-Meter-Schuss selbst. Und beim 3:2 zirkelte er Lienhart einen Eckball maßgerecht auf den Schädel. Perfekte Vorstellung, wäre da nicht die dritte Minute der Nachspislzeit gewesen. Da hatte Günter offensichtlich nicht mehr die Kraft, die Flanke von Herrmann zu unterbinden, die schließlich Stindls Kopf fand. Das ist allerdings ein kleines Meckern auf großem Niveau! – Note: 2

Freiburgs Christian Günter bedankt sich nach dem Spiel gegen Bor. Mönchengladbach bei den Fans für die Unterstützung.
Freiburgs Christian Günter bedankt sich nach dem Spiel gegen Bor. Mönchengladbach bei den Fans für die Unterstützung. | Bild: Tom Weller/dpa

Nicolas Höfler: 20 Sekunden waren gespielt, da war der Chef im Freiburger Mittelfeld bereits der Pechvogel. Beim Versuch, mit einer Grätsche eine Flanke von Hofmann zu unterbinden, sprang ihm der Ball an den ausgestreckten, flach auf dem Boden liegenden Arm. Schiedsrichter Brand ließ weiterspielen, warum sich Videoreferee Schröder meldete, bleibt dessen Geheimnis. Niemals war Brands Entscheidung, weiterspielen zu lassen, eine grobe Fehlentscheidung, nein, es war sogar die richtige Sichtweise. Umstimmen ließ er sich trotzdem. In Halbzeit zwei dann umgekehrte Vorzeichen. Nach einem Günter-Eckball stieg Lainer Höfler auf den Fuß und besorgte ihm einen so genannten Gehfehler – der Freiburger stolperte über die eigenen Füße. Nach VAR-Eingriff gab‘s diesmal Elfmeter für den Sportclub. Generell war Höflers Leistung stark wie in all den Wochen zuvor auch. – Note: 2

Nicolas Hoefler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Nicolas Hoefler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Maximilian Eggestein: Schon beim Pokalsieg in Hamburg einer der Besten, gefiel Eggestein auch gegen Gladbach. Zum einen mit Balleroberungen, zum anderen mit einem cleveren Querpass auf Günter, nach dem dieser aus 20 Metern zum 2:2-Ausgleich traf. Wie der Torschütze hinterher erzählte, hatte man genau diese Querpass-Variante im Training besprochen und geübt. Bei seinen eigenen Torabschlüssen hatte der Ex-Bremer kein Glück. – Note: 2,5

Freiburgs Maximilian Eggestein reagiert im Spiel gegen Bor. Mönchengladbach.
Freiburgs Maximilian Eggestein reagiert im Spiel gegen Bor. Mönchengladbach. | Bild: Tom Weller

Vincenzo Grifo: Die nächste starke Leistung des italienischen Nationalspielers. Es macht einfach Spaß, dem Freund des Balles bei seiner Arbeit auf dem Rasen zuzuschauen. War ein unermüdlicher Antreiber mit vielen guten Ideen. Eiskalt vom Punkt aus, der Elfmetertreffer war sein neuntes Saisontor. – Note: 2

Freiburgs Vincenzo Grifo (l) in Aktion gegen Mönchengladbachs Kouadio Kone
Freiburgs Vincenzo Grifo (l) in Aktion gegen Mönchengladbachs Kouadio Kone | Bild: Tom Weller/dpa

Roland Sallai: Bis zu seiner Auswechslung in der 89. Minute hängte sich der ungarische Kämpfer wie gewohnt richtig rein ins Geschehen. In Halbzeit eins hatte er zweimal einen Treffer auf dem Schlappen. Einmal kam er nach einem Kopfball von Lienhart unmittelbar am Pfosten etwas zu spät, um den Ball noch ins Tor zu bugsieren. Bei der zweiten Chance missriet ihm der Nachschuss, nachdem zuvoir Gladbach-Torhüter Sommer einen Grifo-Schuss abgewehrt hatte. – Note: 3

Roland Sallai (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Roland Sallai (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Wooyeong Jeong: Im Heimspiel gegen Bochum gehörte Jeong zu den besten Freiburgern auf dem Feld. Doch eine Woche später gelang ihm nichts. Im Zweikampf wurde er von den Gladbachern regelmäßig abgekocht, so auch vor dem Konter, der zum 0:2 führte. Ohne Einfluss aufs Freiburger Spiel, wurde der Koreaner zurecht zur Halbzeit ausgewechelt. – Note: 5

Wooyeong Jeong (SC Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Wooyeong Jeong (SC Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Ermedin Demirovic: Vermutlich der Tatsache geschuldet, dass der zuletzt formstarke Nils Petersen wegen Krankheit ausfiel, durfte Demirovic von Anfang an ran. Es wurde leider zu einem Auftritt der Marke schwach. Musste dehalb zurecht nach 45 Minuten raus. – Note: 5

Mönchengladbachs Jordan Beyer (l) in Aktion gegen Freiburgs Ermedin Demirovic (r).
Mönchengladbachs Jordan Beyer (l) in Aktion gegen Freiburgs Ermedin Demirovic (r). | Bild: Tom Weller/dpa

Noah Weißhaupt: Der Jungspund kam zur zweiten Halbzeit für Jeong. Endlich mal eine ganze Halbzeit, das hätte mit seinen Dribbelkünsten sein Spiel werden können. Stattdessen verletzte er sich nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung an der Schulter und musste direkt wieder runter. – ohne Benotung

Freiburgs Noah Weißhaupt musste im Spiel gegen Bor. Mönchengladbach verletzt ausgewechselt werden.
Freiburgs Noah Weißhaupt musste im Spiel gegen Bor. Mönchengladbach verletzt ausgewechselt werden. | Bild: Tom Weller/dpa

Jonathan Schmid: Er ersetzte nach 55 Minuten den verletzten Weißhaupt. Dass er den mit Dribblings vertreten könnte, hatte niemand auf der Rechnung. Aber der Franzose kann halt den gepflegten Ball spielen und sich so jederzeit ins Kombinationsgeschehen einbringen. Kam in der 87. Minute nach einem schnellen Angriff über Grifo, Höler und Sallai, dessen Kopfball Richtung Torlinie trudelte, ehe ihn ein Gladbacher Verteidiger abwehrte, knapp zu spät, um abzustauben. Es wäre das 4:2 gewesen und damit der Sieg. – Note: 3

Jonathan Schmid (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Jonathan Schmid (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Lucas Höler: Kam zur zweiten Halbzeit für Demirovic und belebte das Freiburger Angriffspiel. War an mehreren gelungenen Aktionen beteiligt, zum Abschluss kam Höler freilich nicht. – Note: 3

Lucas Hoeler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Lucas Hoeler (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim

Keven Schlotterbeck: Wurde von Trainer Christian Streich in der 85. Minute für Kübler aufs Feld geschickt. Acht Minuten später, in der dritten Minute der Nachspielzeit, erzielte Stindl den 3:3-Ausgleich für Mönchengladbach und der ältere Bruder von Nico Schlotterbeck sah dabei nicht gut aus. Er hatte sich hinter Stindl positioniert und kam so überhaupt nicht ins Kopfballduell. Ärgerlich, weil es zwei Punkte kostete. – deshalb leider Note 5

Keven Schlotterbeck (Freiburg) – SC Freiburg Mannschaftsfoto 2018-19
Keven Schlotterbeck (Freiburg) – SC Freiburg Mannschaftsfoto 2018-19 | Bild: Hahne, Joachim

Janik Haberer: Kam in Minute 89 für Sallai. – ohne Bewertung

Janik Haberer (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20
Janik Haberer (Freiburg), Mannschaftsfoto SC Freiburg Saison 2019/20 | Bild: Hahne, Joachim