Archivbild: Florian Müller reagiert im Spiel.
Archivbild: Florian Müller reagiert im Spiel. | Bild: Tom Weller/dpa

Florian Müller: Freiburgs Torhüter war zuletzt blendend in Form. Diesmal zeigte er gleich nach drei Minuten eine Unsicherheit, als er einen Eckball nicht unter Kontrolle bekam und Jannik Haberer auf Kosten eines erneuten Eckstoßes klären musste. Ein frühes Zeichen, dass bei den Südbadenern Sand im Getriebe sein sollte? Zumindest aber nicht bei Florian Müller. Der SC-Keeper hielt danach fehlerfrei, beim Gegentor war er chancenlos, gegen Musa verhinderte er mit starker Parade sogar das 0:2. – Note: 2,5

Archivbild: Jonathan Schmid steht nach einer Niederlage enttäuscht auf dem Rasen.
Archivbild: Jonathan Schmid steht nach einer Niederlage enttäuscht auf dem Rasen. | Bild: Patrick Seeger/dpa

Jonathan Schmid: Leider mal hü und mal hott. Im Heimspiel gegen Dortmund gehörte der Franzose zu den stärksten Freiburgern, gegen die stabilen Berliner blieb er blass. Defensiv einige Male unter Druck, vor allem, wenn es ans Kopfballduell ging, offensiv bis auf eine gute Flanke auf Höler ohne Wirkung. Hatte in der zweiten Halbzeit beim Stand von 0:0 eine gute Freistoßchance, aber der Schuss von Schmid flog deutlich über den Kasten. – Note: 4

Archivbild: Philipp Lienhart in Aktion
Archivbild: Philipp Lienhart in Aktion | Bild: Tom Weller/dpa

Philipp Lienhart: Mit unglücklichem Laufweg vor dem 0:1, aber sonst ohne Fehler. Im Aufbauspiel aber weitgehend ideenlos. In Halbzeit eins gab es mehrmals dieselbe Szene: Ball bei Lienhart etwa 25 Meter vor dem eigenen Tor, kein Berliner attackiert ihn, aber der Freiburger Abwehrchef weiß nicht wohin mit dem Ball. – Note: 3,5

Archivbild: Manuel Gulde am Ball
Archivbild: Manuel Gulde am Ball | Bild: Guido Kirchner/dpa

Manuel Gulde: Der Verteidiger fällt für gewöhnlich durch seine Ruhe auf – eine gute Eigenschaft. Gegen Berlin sah das anders aus, freilich nicht, weil Gulde hektisch gewesen wäre, sondern weil um ihn herum alle irgendwie lethargisch waren. Wenig gefordert, aber als es ernst wurde, patzte der 30-Jährige: Er griff Ingvartsen nicht konsequent an, ließ dessen Flanke zu, die im Fünfmeterraum Prömel problemlos zum Siegtor nutzte. – Note: 4,5

Archivbild: Christian Günter Freiburg erzielte vergangene Saison ein Tor gegen Union Berlin.
Archivbild: Christian Günter Freiburg erzielte vergangene Saison ein Tor gegen Union Berlin. | Bild: Patrick Seeger/dpa

Christian Günter: Doch, er war auf dem Platz. Aber das war‘s auch schon. Der Kapitän kam nur selten zu seinen für den Gegner meist brandgefährlichen Vorstöße. Auch die Harmonie mit Vincenzo Grifo, seinem Partner auf der linken Seite, ließ diesmal zu wünschen übrig. Ecken, Freistöße, wenige Flanken – sie flogen überall hin, aber nicht zu den eigenen Mitspielern. – Note: 4

Joel Pohjanpalo (l) von Berlin und Nicolas Höfler im Zweikampf
Joel Pohjanpalo (l) von Berlin und Nicolas Höfler im Zweikampf | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Nicolas Höfler: Auch der Stratege im Mittelfeld bekam das Spiel nicht in den Griff. Meistens klebt dem technisch begabten Kicker ja der Ball förmlich am Fuß, das war auch gegen Union ein paar Mal der Fall. Meistens aber lief die Kugel irgendwie einfach am Höfler vorbei. So konnte der Chicco keine Akzente setzen und blieb ohne große Wirkung. – Note: 4

Joel Pohjanpalo (l) von Berlin und die Freiburger Nicolas Höfler (M) und Baptiste Santamaria
Joel Pohjanpalo (l) von Berlin und die Freiburger Nicolas Höfler (M) und Baptiste Santamaria | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Baptiste Santamaria: Der Mann, den sie Santa nennen, war lange Zeit der beste Freiburger Feldspieler. Störte oft erfolgreich, spielte auch einige kluge Pässe. Nach einer Stunde baute der Franzose allerdings ab. Vor dem 0:1 ließ er den Torschützen Prömel entwischen. Und in Minute 83 verlor er nach einem harten Tackling von Endo vor dem eigenen Strafraum den Ball an Musa, der eigentlich das 2:0 für die Berliner hätte erzielen müssen, aber an Torwart Müller scheiterte. – Note: 4

Lucas Höler (M) bekommt die Gelbe Karte.
Lucas Höler (M) bekommt die Gelbe Karte. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Lucas Höler: Konnte seine Startelf-Nominierung einmal mehr nicht rechtfertigen. Ist sichtlich nicht in Bestform, einige Male mit Problemen bei der Ballkontrolle. Nach 52 Minuten hatte er die beste Freiburger Torchance, bekam aber beim Kopfball nach Schmids Flanke keinen Druck auf die Kugel, die sich so aufs Tornetz senkte. Fleißbildchen für den läuferischen Einsatz. – Note: 5

Archivbild: Vincenzo Grifo in Aktion
Archivbild: Vincenzo Grifo in Aktion | Bild: Tom Weller/dpa

Vincenzo Grifo: Das so oft wirkungsvolle Duo Grifo/Günter hatte für einmal Pause. Auch als Solist gelang dem italienischen Nationalspieler wenig, vielleicht auch, weil die Berliner konzentriert und wenn es sein sollte auch mit mehreren Akteuren attackierten. Kein Schuss, keine Vorlage, nur eine gelbe Karte für ein Foulspiel und nach 64 Minuten vorzeitig Schluss – ein Tag zum Vergessen für Grifo. – Note: 4

Archivbild: Janik Haberer
Archivbild: Janik Haberer | Bild: Uwe Anspach/dpa

Janik Haberer: Hatte im 4-3-3-System der Freiburger eine offensive Rolle, mit der er dann nicht zurecht kam. Das hatte allerdings auch mit dem seltsam pomadigen Freiburger Gesamtauftritt zu tun. Als sich Trainer Christian Streich zur Halbzeit entschied, auf das öfter gespielte System mit Dreier-Abwehrkette umzustellen, war für Haberer kein Platz mehr und somit die Partie für ihn vorzeitig beendet. – Note: 5

Archivbild: Nils Petersen in Umarmung mit Christian Streich
Archivbild: Nils Petersen in Umarmung mit Christian Streich | Bild: Steffen Schmidt/dpa

Nils Petersen: Der Rekordtorschütze des Sportclubs war zuletzt vorwiegend als Joker im Einsatz, weil es Ermedin Demirovic im Sturmzentrum gut gemacht hatte. Gegen Union Berlin durfte Petersen von Anfang an ran, kam aber überhaupt nicht zur Geltung. Wenn von den Kollegen keine gescheiten Bälle kommen, ist auch ein noch so starker Torjäger machtlos. Ganze neun Ballkontakte hatte der Stürmer in Halbzeit eins und auch nach dem Seitenwechsel blieb er abgemeldet. – Note: 5

Archivbild: Dominique Heintz (l) und Nils Petersen jubeln über ein Tor.
Archivbild: Dominique Heintz (l) und Nils Petersen jubeln über ein Tor. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Dominique Heintz: Der Linksfuß kam zur zweiten Halbzeit für Haberer aufs Feld und gab den linken Part in der nunmehr agierenden Dreier-Abwehrkette. Defensiv ohne Fehler, im Aufbauspiel weniger zögerlich als seine Kollegen. – Note: 3

Archivbild: Roland Sallai reagiert im Spiel.
Archivbild: Roland Sallai reagiert im Spiel. | Bild: Tom Weller/dpa

Rolland Sallai, Ermedin Demirovic und Wooyeong Jeong: Kamen in der 64. Minute für Höler, Petersen und Grifo zum Einsatz, blieben aber allesamt ohne Wirkung – Note 4 für alle drei.

Keven (Vorne) und Neven Schlotterbeck nach dem Spiel
Keven (Vorne) und Neven Schlotterbeck nach dem Spiel | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Keven Schlotterbeck: Ersetzte nach 68 Minuten Gulde und machte einen deutlich wacheren Eindruck als viele seine Mannschaftskollegen . – Note: 3