Herr Rumrich, die Verpflichtung des Letten Rihards Bukarts vergangene Woche ging offensichtlich sehr schnell. Wie lief der Transfer ab?

Als der Spieler auf dem Markt kam und der Berater sich bei uns meldete, haben wir schnell reagiert und uns über Rihards erkundigt – auch, ob er menschlich und charakterlich zu uns passt

Was war sportlich entscheidend?

Dass Rihards Bukarts gute Playoffs bei den Eisbären Berlin spielte und ein Rechtsschütze ist. Wir hatten bislang in der Offensive mit Simon Danner und Kai Herpich nur zwei Rechtsschützen. Zudem ist er läuferisch stark.

Benötigten Sie vor der Verpflichtung das finanzielle „Okay“ der Gesellschafter?

Nein. Die Verpflichtung liegt in unserem geplanten Budget.

Nun hat Trainer Pat Cortina zehn Ausländer im Kader. Im Vorjahr startete Schwenningen mit lediglich acht ausländischen Spielern in die Saison. Warum gibt es diesen Unterschied?

Im Vorjahr hatten wir die Möglichkeit, kurzfristig Tobias Wörle noch zu verpflichten und haben zugeschlagen. Deshalb war die Verpflichtung eines weiteren Ausländers zunächst finanziell nicht möglich. Dieses Jahr war die Situation anders.

Die Wild Wings haben lediglich vier Zugänge und fünf Abgänge. Dies sind ungewohnt wenige personelle Wechsel. War dies schon zu Beginn der Kaderplanung das Ziel?

Wir wollten nicht zu viele Veränderungen. Als ich im ersten Jahr in Schwenningen war, hatten wir noch 18 Neuzugänge. Diese Zahl wollten wir Jahr für Jahr reduzieren.

In der Abwehr gibt es gar keinen neuen Spieler. War das wirklich so gewollt?

Ja. Wir hatten vergangene Saison die drittwenigsten Gegentore aller 14 DEL-Mannschaften. Deshalb sahen wir keinen Grund, etwas zu verändern.

Wenige Wechsel und mit Will Acton und Damien Fleury die Top-Scorer nicht mehr im Team. Sind die Wild Wings schwächer als vergangene Saison?

Nein. Ich bin überzeugt, dass wir genauso gut aufgestellt sind. So viele Unterschiede gibt es ohnehin nicht. Wir sind ausgeglichener besetzt. Die Last soll nicht mehr auf ein oder zwei Schultern liegen. Das macht uns auch weniger von einzelnen Spielern abhängig. Wenn die Spieler ans Limit gehen, können wir auch nächste Saison eine gute Rolle spielen.

Fragen: Christof Kaltenbach