Eishockey: Zum letzten Vorbereitungsspiel vor der neuen DEL-Saison treten die Schwenninger Wild Wings erneut gegen ein Schweizer Team an. Im Tessin heißt der Gegner am Samstag um 17 Uhr HC Ambri Piotta.

Nur noch eine Woche bleibt den Wild Wings bis zum Saisonstart der Deutschen Eishockey Liga am kommenden Freitag. Einen letzten Test werden die Schwäne am Samstag im Tessin absolvieren. Mit dem HC Ambri Piotta haben sich die Neckarstädter wiederum einen Schweizer Erstligisten als Gegner ausgesucht, verbunden mit einer weiten Anreise von 280 Kilometern. Die Partie wird in Biasca ausgetragen, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Bellinzona an der Gotthard-Autobahn. Ambri gehört zu den bekanntesten und kultigsten Clubs im Schweizer Eishockey. Seit 1985 spielen die Leventiner ununterbrochen in der National League, allerdings weitestgehend als ewiger Underdog.

Damit haben sie mit den Schwenningern etwas gemein, denn auch die Wild Wings werden in die anstehende Saison wieder als Außenseiter starten. Die jüngsten Vorbereitungsspiele der Schwäne verliefen durchwachsen. Zuletzt gab es eine deftige 2:5-Niederlage gegen die Adler Mannheim, die SERC-Coach Pat Cortina ziemlich in Rage brachte. „Ich war nicht einverstanden mit unserem Auftreten ab dem zweiten Drittel. Wir haben zu viel an das Ergebnis gedacht und zu wenig an das Spiel. Das haben wir in den letzten Tagen deutlich angesprochen“, sagt der Trainer.

Nach zwei freien Tagen bat Cortina sein Team am Mittwoch wieder zum Training und intensivierte dabei noch mal die Grundlagenarbeit. „Wir haben gegen Mannheim viel zu oft leichtfertig den Puck verloren, auch weil zu wenig ohne Scheibe gearbeitet wurde. Wir haben deshalb viel an unserem Spiel in der neutralen Zone gearbeitet. Die Spieler sollen Schritt für Schritt denken. Erst müssen wir den Gegner neutralisieren, dann können wir in die Offensive gehen“, erklärt der Italo-Kanadier.

Es dürften demnach einige harte Trainingseinheiten hinter den Wild Wings liegen. Erstmals wieder mit dabei war Dominik Bittner, der mit einer Blutvergiftung zuletzt ausgefallen war. Der Verteidiger wird am Samstag wohl spielen können. Nicht mit ins Tessin reisen werden Kyle Sonnenburg (Leistenverletzung), Istvan Bartalis (Jochbeinbruch) und Markus Poukkula. Der Finne hatte sich in der Partie gegen Mannheim schwer verletzt und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Eventuell wird auch Kai Herpich fehlen, der sich ebenfalls im Spiel gegen die Adler verletzte. Keine wirklich guten Voraussetzungen im Augenblick. Cortina: „Natürlich tun uns die Verletzungen richtig weh, gerade auch der längerfristige Ausfall von Poukkula. Aber es ist so, wir müssen damit umgehen.“ Für das letzte Testspiel gibt es seitens des Trainers deshalb nur eine Vorgabe: „Ich will meine Mannschaft über 60 Minuten konzentriert spielen sehen.“

Notgedrungen wird Cortina sein Team erneut umstellen. Mit dabei sein wird auch Julian Kornelli, der zuletzt nicht im Kader stand. Er soll an der Seite von Marc El-Sayed und Tobias Wörle stürmen. Dazu kommen die Reihen mit Phil McRae, Stefano Giliati und Ville Korhonen; Andreé Hult, Simon Danner und Rihards Bukarts sowie Mirko Höfflin, Marcel Kurth und Anthony Rech. Zwischen den Pfosten steht Dustin Strahlmeier. Nachwuchs-Verteidiger Boaz Bassen wird mit der U 20-Mannschaft in Dresden spielen.