Eishockey: (kat) Die Wild Wings hatten am Samstag gleich doppelt Grund zum Feiern. Zunächst gewannen die Schwenninger mit 4:2 das Testspiel in der heimischen Helios-Arena gegen den Schweizer Erstligisten Rapperswil-Jona Lakers. Anschließend feierten die Mannschaft und rund 1000 Fans gemeinsam und bestens gelaunt auf der Schwenninger Möglingshöhe die Saisoneröffnungsparty.

Im vorletzten Vorbereitungsspiel vor Saisonbeginn machten die Wild Wings, bei denen die verletzten Kyle Sonnenburg und Istvan Bartalis sowie Youngster Boaz Bassen fehlten, gleich von Beginn an Druck. Dabei überzeugte vor allem die Angriffsreihe mit Stefano Giliati und den beiden Neuzugängen Ville Korhonen und Philip McRae.

Den ersten Treffer der Partie erzielten jedoch die Schweizer. In der 7. Minute war Schwenningens Torhüter Marco Wölfl nach einem verdeckten Schuss von Casey Wellman geschlagen. Die Wild Wings hatten kurz darauf zweimal die Chance zum Ausgleich. Zunächst scheiterte Anthony Rech nach einem Konter in Unterzahl an Gäste-Torhüter Noel Bader. Tobias Wörle traf wenig später nach Zuspiel von Marc El-Sayed den Außenpfosten.

In der 22. Minute hätten die Wild Wings fast das 0:2 kassiert, doch Wölfl parierte gegen Kay Schweitl mit einer Fanghandparade. Drei Minuten später durften die heimischen Fans erstmals jubeln. Mirko Höfflin stand goldrichtig und staubte zum 1:1 ab. Die Schwenninger hatten in der Folge einige gute Szenen und wurde in Minute 33 dafür belohnt. Mit einem satten Schlagschuss traf Verteidiger Kalle Kaijomaa zum 2:1.

Im Schlussdrittel hatte der agile Giliati die Vorentscheidung auf dem Schläger. Er zog aus der Drehung ab, doch Bader parierte mit der Fanghand. Danach drängten die Lakers in Überzahl auf den Ausgleich, doch Wölfl vereitelte einen Schuss von Roman Schlagenhauf. In der 56. Minute sorgte Verteidiger Dominik Bohac für das verdiente 3:1 der Wild Wings. Auf der Gegenseite machte es Matt Gilroy mit einem platzierten Schuss zum 2:3 (58.) noch einmal spannend. Die Schweizer nahmen den Torwart vom Eis. Dies nutzte Rihards Bukarts mit einem Schuss in den leeren Kasten der Rapperswiler zum entscheidenden 4:2.

Tore: 0:1 (7.) Wellman, 1:1 (25.) Höfflin, 2:1 (33.) Kaijomaa, 3:1 (56.) Bohac, 3:2 (58.) Gilroy, 4:2 (59.) Bukarts. Zuschauer: 1791; SR: Klein (Stuttgart) und Piechaczek (Ottobrunn).

Stimmungsvolle Party

Der Testspielsieg war die perfekte Einleitung für die folgende Saisoneröffnungsparty. Bis die Mannschaft auf der Möglingshöhe eintraf, wurde zuvor allen ehrenamtlichen Helfern gedankt. Stadionsprecher Domenic Liebing moderierte das Fest in lockerer Art und Weise. Er konnte sich kleine Sticheleien nicht verkneifen, unter anderem gegen Torhüter Dustin Strahlmeier, der vergangene Saison kein Spiel ohne Gegentor überstanden hatte. Auch die Mannschaft machte ihre Späße. Als Athletiktrainer Hendrik Kolbert auf die Bühne kam, wurde er von einigen Spielern als „Schleifer“ bezeichnet. Das Trainerteam war ebenfalls bestens gelaunt. Co-Trainer Petteri Väkiparta meinte zu seiner Position mit einem Schmunzeln in Richtung Chefcoach Pat Cortina: „Ich kann sagen und machen was ich will. Die Verantwortung hat immer Pat.“ Neuzugang Philip McRae wurde auf dem „heißen Stuhl“ von den Fans gefragt, welche deutschen Worte er bereits kenne. McRae antwortete ganz cool auf schwäbisch: „En Guate!“ und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Obwohl das Wetter nicht mitspielte, war der Samstag für die Wild Wings und ihre Anhänger ein rundum gelungener Tag.