Eishockey: (hjk) Mit einem knappen Erfolg starteten die Wild Wings in die Testspiel-Serie. Der Schwenninger Erstligist gewann die Vorbereitungspartie beim Zweitligisten EHC Freiburg vor 2550 Zuschauern mit 3:2 nach Penaltyschießen. Die drei Treffer des DEL-Klubs erzielten drei Neuzugänge.

Obwohl die Wild Wings fünf Tage hartes Training in den Knochen hatten und die Freiburger sogar noch ein paar mehr, boten beide ein attraktives Spiel. Die Partie übertraf die Erwartungen und war viel mehr war als ein simples Testspiel und ein lockerer Aufgalopp. Die Derby-Rivalen lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem kein Klassenunterschied zu erkennen war.

Wild Wings-Coach Trainer Pat Cortina konstatierte nach der Partie: „Das war ein perfektes Spiel für uns zum Auftakt.“ Er fügte sogar ein „Danke an Freiburg“ an. Was Cortina damit gemeint hat, ist klar: Der klassenniedrigere Gastgeber hat die Schwenninger im ersten Freundschaftsspiel richtig gefordert, so dass diese kämpfen und gleich mal etwas zeigen mussten, um ihren rund 500 mitgefahrenen Fans einen Sieg präsentieren zu können.

Die Freiburger hatten schon zuvor ein Testspiel im schweizerischen Visp bestritten, das sie mit 2:5 verloren. „Man hat gemerkt, dass unser Gegner schon ein bisschen Wettkampfpraxis hatte. Freiburg war im ersten Drittel mehr bereit als wir“, erklärte Cortina. Der Wild Wings-Coach betonte aber auch, dass sich seine Mannschaft von Drittel zu Drittel gesteigert habe und insgesamt eine gute Leistung bot.

Schwenningens Manager Jürgen Rumrich bezeichnete den Auftritt der Schwäne als „sehr ordentlich bei den tropischen Temperaturen“. Rumrich weiter: „Da war alles drin. Wir haben viele Situationen gesehen: Überzahl, Unterzahl, drei gegen drei, vier gegen drei, fünf gegen vier und auch ein Penaltyschießen.“ Sogar einen Faustkampf zwischen dem Freiburger Marc Wittfoth und Wild Wings-Verteidiger Benedikt Brückner wurde den Zuschauern geboten. „Die Stimmung war gut und es war sehr unterhaltsam“, fasste Rumrich zusammen.

Bei den Schwenningern standen natürlich auch die Neuzugänge im Mittelpunkt. So viel lässt sich schon mal sagen: Jeder hatte die eine oder andere Szene, die durchaus vielversprechend war. Da war zum Beispiel der trockene Handgelenkschuss von Rihards Bukarts zum 1:1 oder der souverän verwandelte Penalty von Philip McRae, der den Sieg brachte. Zudem traf auch der Finne Ville Korhonen zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.

Tore: 1:0 (11.) Barron, 1:1 (31.) Bukarts, 2:1 (47.) Wittfoth, 2:2 (51.) Korhonen, 2:3 (Penalty) McRae.

Strafminuten: Freiburg: 15 plus Spieldauer Wittfoth, Schwenningen: 19 plus Spieldauer Brückner. Schiedsrichter: Ströbel. Zuschauer: 2550.

Das nächste Vorbereitungsspiel bestreiten die Schwenninger Wild Wings am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in Kreuzlingen gegen die Towerstars aus Ravensburg.