Eishockey: Zwei Positionen sind im Kader der Schwenninger Wild Wings aktuell noch offen. Bei einer handelt es sich den Mittelstürmer der ersten Reihe und damit um eine Schlüsselrolle. Eines steht jetzt schon fest: „Für diese Position werden wir einen Ausländer verpflichten“, sagt Schwenningens Manager Jürgen Rumrich. Dabei spiele die Nationalität keine Rolle, sondern einzig und allein die Qualität des Spielers. „Wir sind nach allen Seiten offen“, sagt Rumrich. Weil es den Richtigen zu finden gilt, lassen sich die Wild Wings genügend Zeit. „Das kann noch eine Weile dauern“, so der 50-Jährige.

Die Wild Wings lassen sich auch deshalb nicht zu einer (vor-)schnellen Entscheidung hinreißen, weil sie aktuell noch einen Spieler in der Hinterhand haben: Andrée Hult. Der Vertrag des Schweden lief nach der Saison 2017/18 aus und wurde noch nicht verlängert. Das könnte sich ändern, wenn die Schwenninger in den kommenden Wochen keinen geeigneteren Kandidaten für die noch offene Position finden. „Hult ist für uns immer noch eine Option“, sagt Rumrich. Er glaubt, dass der 30-Jährige auch gerne wieder an den Neckarursprung zurückkehren würde.

Was die achte Verteidigerposition betrifft, sind die Wild Wings schon einen Schritt weiter. „Wenn wir die Stelle besetzen, wird das ein junger Spieler sein“, sagt Rumrich. Er weiß auch schon, um wen es sich handelt: Um Boaz Bassen, der aktuell in der Schwenninger DNL-spielt. Der 19-jährige Verteidiger soll einen Fördervertrag erhalten und ist ein Talent, das nach etlichen Jahren wieder mal wieder den Sprung vom eigenen Nachwuchs in die Profimannschaft schaffen könnte. Rumrich: „Boaz Bassen hat viel Potenzial. Wir wollen ihn behutsam heranführen. Er wird mit den Profis trainieren und weiterhin in der DNL-Mannschaft spielen.“ Die Familie Bassen kennt sich im Schwenninger Eishockey bestens aus. Schließlich spielte Boaz’ Vater Mark Bassen von 1996 bis 1999 drei Jahre als Stürmer für die Wild Wings.

Während SERC-Trainer Pat Cortina in Nordamerika seinen Urlaub verbringt und nach den Pfingstferien in Schwenningen seine Arbeit wieder aufnimmt, beschäftigt sich Jürgen Rumrich momentan intensiv mit dem Testspielprogramm. „Bis Freitag sollen alle Gegner feststehen. Dann werden wir die jeweiligen Termine bekannt geben“, sagt der Manager. Ein Spiel steht bereits fest: Am Samstag, 11. August, gastieren die Wild Wings im Rahmen des dortigen Stadionfestes beim Zweitligisten EHC Freiburg.

Pech für Uli Maurer: Unter keinen guten Stern stand bislang der Wechsel von Uli Maurer zu seinem Heimatverein SC Riessersee. Der Vizemeister steckt in finanziellen Schwierigkeiten und hat angekündigt, sich aus der DEL2 zurückzuziehen. Eine Rückkehr des Stürmers nach Schwenningen dürfte aber nicht infrage kommen. „Soviel ich weiß, hat Maurer andere Pläne“, sagt Rumrich. Vielleicht klappt es in letzter Minute doch noch mit einem Verbleib der Garmischer in der DEL2.