Wasserball, Verbandsliga: (rom) Am Samstag beginnt für die Wasserballer der WBG Villingen-Schwenningen die neue Runde. Zum Auftakt empfängt die Mannschaft um 18.30 Uhr im Villinger Hallenbad den SV Heidenheim. Damit geht die WBG bereits in die 29. Saison seit Gründung des ersten doppelstädtischen Vereins.

Die Verbandsliga besteht aus acht Mannschaften und somit aus zwei weniger als vergangene Saison. Wasserball ist nicht nur eine Randsportart, auch die sehr strengen Auflagen des Verbandes machen es dieser Sportart nicht immer einfach.

Ein Wasserballer muss schwimmerisch, konditionell und auch balltechnisch sehr versiert sein und dementsprechend ist der Kampf um den gelben Ball mit sehr hohem Trainingseinsatz verbunden. Daraus resultiert ein bescheidener Zulauf im Nachwuchsbereich. Auch die Trainingszeiten sind in vielen Hallenbädern nicht gerade moderat. In Zeiten leerer Kassen für öffentliche Schwimmbäder können die Übungseinheiten oft erst spät am Abend stattfinden, da der allgemeine Badebetrieb Vorrang hat. Umso löblicher der Umstand, dass es doch noch einige „Unentwegte“ gibt, die am Saisonbetrieb der Wasserballer teilnehmen.

Die WBG hat wenigstens seitens der Stadt das Glück, dass ihre Trainingszeiten im Hallenbad nicht ganz so spät sind. Aufgrund der Tatsache, dass man sich praktisch selber organisiert und auch die Wasserballtrainer „nicht vom Himmel“ fallen, ist es sehr schwer gerade hier in der Region eine Jugendmannschaft auf die Beine zu stellen. Umso unverständlicher sind hier die Reaktionen des Verbandes.

Bevor die WBG-Spieler ihr erstes Saisonspiel absolvieren, erklären sie ihre Startbereitschaft für die jeweils bevorstehende Runde. Dann jedoch schlägt der Verband gnadenlos mit Strafgeldern zu. Es müssen Strafen bezahlt werden, weil man keine Jugendmannschaft hat, keinen Schiedsrichter stellen kann oder für einen fehlenden Wasserballtrainer. Hier kommen für den kleinen Verein aus der Doppelstadt mehrere hundert Euro an Strafgeldern zusammen. Dabei werden die Mitgliedsbeiträge zum großen Teil bereits für Rundenspiele und Fahrten zu den Spielen in ganz Baden-Württemberg aufzehren. Seit Jahren stecken die Doppelstädter diese Probleme weg und werden auch in dieser Saison wieder eine schlagkräftige Mannschaft stellen, um den Wasserballsport in der Doppelstadt weiterhin zu sichern. Dennoch sollte sich der Verband Gedanken machen, ob er die Randsportart Wasserball mit solchen Restriktionen nicht „kaputt straft“.