Ringen, Bundesliga: Die Ausgangslage für die höherklassigen Ringerteams aus der Region hat sich gegenüber der vergangenen Woche nicht verändert. Bundesligist SV Triberg bleibt nach der 14:19- Niederlage in Nackenheim ohne Erfolg. Dagegen wahrten Regionalligist KSV Tennenbronn (16:8 gegen RG Hausen-Zell) und Oberligist KSK Furtwangen (19:17 in Selestadt) ihre weiße Weste.

SV Triberg

Pause: Da die Bundesliga Südwest mit sieben Vereinen besetzt ist, muss an jedem Kampftag eine Mannschaft pausieren. Am kommenden Wochenende sind die Triberger an der Reihe. Trainer Kai Rotter will die Pause mit seiner Mannschaft nutzen, „um ein bisschen runterzufahren und neue Kräfte zu bündeln“. Zudem spielt er mit dem Gedanken eine sogenannte Teambuilding-Maßnahme zu machen. „Vielleicht gehen wir zusammen ins Badeparadies nach Titisee-Neustadt“, so Rotter. Fehlen wird dabei Viktor Nemes. Der Weltmeister reist für einige Tage in sein Heimatland Serbien, ist aber pünktlich zum nächsten Kampf am 30. September zu Hause gegen Urloffen wieder zurück.

Verstärkung? In der Klasse bis 57 kg mussten die Triberger in den ersten drei Saisonkämpfen jeweils die Maximalpunktzahl von vier Zählern abgeben. Nun hofft Kai Rotter auf Verstärkung. Der Türke Özbekhan Güclü könnte schon bald für den SVT auf die Matte gehen. Ob es bereits gegen Urloffen klappt, ist noch ungewiss.

Pechvogel: Einen einzigen Kampf hat Neuzugang Dominik Maier bislang für den SV Triberg bestritten. Im Oberliga-Derby der zweiten Mannschaft vor eineinhalb Wochen gegen den KSK Furtwangen zog sich Dominik Maier eine schwere Schulterverletzung zu. Rotter hofft, dass er diese Saison noch zurückkehrt. Auf jeden Fall ist Maiers Ausfall für die zweite Mannschaft ein schwerer Verlust.

KSV Tennenbronn

Tabellenführung: Nach dem Heimsieg gegen die RG Hausen-Zell kletterte der KSV Tennenbronn an die Regionalliga-Tabellenspitze. KSV-Trainer Matthias Brenn relativiert jedoch die Führungsposition: „Wir sind Erster, weil Adelhausen II nachträglich die zwei Punkte aus dem Kampf gegen Sulgen abgezogen wurden. Rang eins ist lediglich eine Momentaufnahme.“ Ob die Tennenbronner das Zeug haben, um erneut ganz oben mitzumischen, könnte sich bereits am Samstag zeigen. Dann gastiert das Brenn-Team bei der Adelhausener Reserve, die in dieser Saison als Titelfavorit gehandelt wird.

KSK Furtwangen

Auslandsreise: Die Ringer des KSK Furtwangen mussten am Samstag im Ausland antreten. Manch einer stellt sich die Frage, warum mit Selestadt und Schiltigheim II zwei Mannschaften aus dem Elsass in der Oberliga Südbaden starten dürfen. Diese Regelung, die es bereits seit den 90er-Jahren gibt, hat geografische Gründe. In Frankreich gibt es drei Ligen (Division 1 bis 3) und selbst in der dritten Liga müssten die elsässischen Teams quer durchs Land reisen. In den unteren Klassen starten sie deshalb in Deutschland im Bezirk Breisgau-Ortenau. Danach auf südbadischer Ebene in Verbands- und Oberliga. Die gleiche Regelung gibt es im Übrigen im Saarland, wo die Mannschaften aus Lothringen am Liga-Betrieb teilnehmen. Ab der Oberliga ist für französische Teams allerdings Schluss in Deutschland. Danach müssen sie in ihrem Heimatland an den Mannschaftswettbewerben teilnehmen.

Kein Höhenflug: Drei Kämpfe, drei Siege – trotz der makellosen Bilanz bleiben die Furtwanger mit ihrer Zielsetzung zurückhaltend. „Wir heben jetzt nicht ab. Die richtig schweren Gegner kommen erst noch“, sagt Trainer Tobias Haaga. Damit meint er auch den Gegner der Bregtäler im ersten Heimkampf der Saison. Am Samstag erwartet Furtwangen den KSV Haslach. Die Kinzigtäler sind in dieser Saison auch noch ungeschlagen. Haaga: „Das wird ein echter Gradmesser für uns“.