Eishockey: Die Hoffnung auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Dänemark (4. bis 20. Mai) platzte am Sonntagabend für Dustin Strahlmeier. Nach der zweiten Vorbereitungsphase wurde der Wild Wings-Torhüter von Bundestrainer Marco Sturm „aussortiert“. Niklas Treutle (Nürnbergs IceTigers) verdrängte ihn aus dem Kader. Neben Strahlmeier ist auch Verteidiger Tim Bender nicht mehr im erweiterten WM-Aufgebot. Bender spielte die vergangenen drei Jahre für die Wild Wings, verlässt Schwenningen jedoch.

Dustin Strahlmeier war natürlich geknickt, als er die Nachricht von Marco Sturm erhielt: „Ich hatte gehofft, dass ich noch länger dabei bin. Die Entscheidung des Bundestrainers muss ich akzeptieren.“ Trotz des verfrühten Abschieds aus dem WM-Kader blickt Strahlmeier positiv auf seine zwei Einsätze in der Nationalmannschaft zurück: „Im deutschen Nationaltrikot zu spielen, ist etwas ganz Besonderes. Ich hätte es gerne noch länger getragen. Aber ich bin überzeugt, dass für mich noch weitere Länderspiele kommen werden.“ Der 25-Jährige lässt offen, ob er nun in Urlaub gehen wird: „Es ist noch nichts geplant. Auf jeden Fall will ich etwas abschalten und dann wieder angreifen und hart an mir arbeiten.“

Obwohl Strahlmeier nicht mehr zu seinem Kader gehört, ist Bundestrainer Marco Sturm voll des Lobes über den Schwenninger Torhüter: „Dustin ist momentan auf einem Weg, der sehr schnell geht. Er ist noch sehr jung und man muss ihn langsam vorbereiten. Momentan haben wir noch einige erfahrene Torhüter. Aber wenn Dustin so weitermacht, macht er uns auch in Zukunft Freude.“ Zu der Entscheidung, dass der Schwenninger Schlussmann nun nicht mehr bei der WM-Vorbereitung dabei ist, meinte Sturm: „Durch die neuen Personalien musste ich einen Schnitt machen. Das gehört leider auch zum Trainer-Job dazu.“

Acht neue Spieler rückten am Montag in den WM-Kader, darunter auch NHL-Star Leon Draisaitl. Der in Villingen-Schwenningen geborene Verteidiger Dennis Seidenberg (New York Islanders/NHL) wird in der nächsten Woche zum Team stoßen.

Drei Wild Wings-Spieler dürfen noch auf das WM-Ticket hoffen: Verteidiger Benedikt Brückner und die beiden Stürmer Mirko Höfflin und Simon Danner. „Ich freue mich natürlich, dass ich auch in der dritten Vorbereitungsphase dabei bin. Vor zwei Jahren war ich ebenfalls so weit. Diesesmal habe ich allerdings mehr Hoffnung, dass auch ich bei der WM dabei bin. Es kommen allerdings noch sehr gute Spieler“, sagt Danner. Der 31-Jährige bedauert, dass sein Teamkollege Dustin Strahlmeier bereits abreisen musste. „Dustin hat zwei super Spiele gemacht. Ich hätte mir für ihn gewünscht, dass auch er noch weiter dabei ist.“

Die endgültige Entscheidung, wer mit nach Dänemark fährt, fällt erst, wenn die Nationalspieler der Eisbären Berlin und des EHC München zum Team stoßen. Derzeit bestreiten beide Mannschaften noch das Finale um die deutsche Meisterschaft.

Am vergangenen Wochenende verlor das DEB-Team zwei Testspiele gegen die Slowakei mit 1:2 nach Penaltyschießen in Weißwasser und 1:4 in Dresden. Beim 1:2 wurde Strahlmeier als „Spieler des Tages“ der deutschen Mannschaft geehrt.

In dieser Woche testet das Sturm-Team zweimal gegen Frankreich – in Wolfsburg (Donnerstag, 19.15 Uhr) und in Berlin (Samstag, 17.45 Uhr). Beide Spiele sind live auf Sport1 zu sehen.

Sponsor ebm-Papst steigt aus

Bittere Nachrichten gab es für die Wild Wings im Sponsoring-Bereich. ebm-Papst zieht sich als Sponsor des Schwenninger DEL-Klubs zurück. Das Unternehmen aus St. Georgen ist einer der acht Hauptsponsoren. ebm-Papst unterstützte die Wild Wings mit einer sechsstelligen Summe. Der Grund für den Ausstieg ist wirtschaftlich bedingt.