Ringen, Bundesliga: SV Triberg – SVA Nackenheim 19:13 – Der SV Triberg kann für die Finalrunde planen. Nach dem Heimsieg gegen Nackenheim haben die Triberger die Teilnahme am Achtelfinale (2./9. Dezember) so gut wie sicher. „Der Sieg war ein Riesenschritt in diese Richtung“, freute sich Trainer Kai Rotter nach einem überzeugenden Auftritt seines Teams.

Entscheidend für den Triberger Heimerfolg vor 250 Zuschauern waren die ersten drei Einzelkämpfe nach der Pause. Kristian Fris, Ahmed Dudarov und Adrian Wolny machten aus einem 6:9-Rückstand im Vollgas-Tempo eine 18:9-Führung. Damit war das Duell gegen den Aufsteiger bereits vorzeitig entschieden. „Die Mannschaftsleistung war hervorragend. Ich freue mich besonders, dass Adrian so einen tollen Kampf abgeliefert hat“, gab es von Rotter ein Sonderlob.

Die Nackenheimer waren nach dem Kampf nicht besonders gut auf Mattenleiter Benjamin Senn (TSV Ehningen) zu sprechen. „Einige seiner Entscheidungen waren sehr unglücklich. Ich hoffe, er schaut sich den Kampf zu Hause noch einmal auf Video an“, schimpfte der verärgerte Gäste-Trainer Cengiz Cakici. Den Tribergern wird’s egal gewesen sein. Sie freuen sich, dass das Achtelfinale greifbar nahe ist.

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass noch unklar ist, wann Jan Rotter wieder einsatzfähig ist. Das Triberger Eigengewächs verletzte sich vor eineinhalb Wochen beim Heimkampf gegen Heilbronn und muss nun die bevorstehende MRT-Untersuchung abwarten.

Die Einzelkämpfe:

80 kg griechisch: Sohayb Musa – Arkadiusz Kulynycz 0:4 – Rotter-Ersatz Musa war im vorgezogenen Kampf chancenlos und verlor nach knapp vier Minuten technisch überhöht (Gesamtstand: 0:4). 57 kg griechisch: Aleksei Kinzihigaliev – Ahmed Al-Faradj 4:0 – Der junge Russe begeisterte die Zuschauer mit sehenswerten Aktionen. 18 Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit hatte Kinzihigaliev die nötigen Punkte für den Überlegenheitssieg zusammen (4:4).

130 kg: Rares Chintoan – Robin Ferdinand 2:0 – Chintoan tat sich gegen den 14 Kilo leichteren Ex-Triberger sehr schwer. In einem spannenden Duell lag er lange in Rückstand setzte sich aber doch noch durch. Der Kampfrichter musste sich danach aus dem Nackenheimer Lager heftige Kritik anhören (6:4).

61 kg: Vladislav Wagner – Bayram Shaban 0:4 – Wagner hatte innerhalb weniger Tage vier Kilo „abgespeckt“, um die 61 kg zu schaffen. Shaban war jedoch eine Nummer zu groß für ihn. Der Nackenheimer gewann nach 4.19 Minuten technisch überlegen (6:8). 98 kg Fr.: Oliver Hassler – Denis Kudla 0:1 – In einem Kampf ohne technische Wertung gewann Kudla, weil er der aktivere Ringer der beiden war (6:9).

66 kg gr.: Kristian Fris – Ibrahim Fallacara 4:0 – Fris eröffnet die Triberger Vierer-Serie. Schon nach 45 Sekunden war sein Überlegenheitssieg unter Dach und Fach (10:9). 86 kg Fr: Ahmed Dudarov – Bekir Demir 4:0 – Dudarov benötigte gegen den Jugendlichen zwar etwas länger. Nach knapp vier Minuten hatte er seinen Gegner ausgepunktet (14:9). 71 kg Fr.: Adrian Wolny – Ali Cakici 4:0 – Wolny legte von Beginn an den höchsten Gang ein. Mit seiner Angriffslust begeisterte er die Zuschauer und wurde nach knapp eineinhalb Minuten für seinen Überlegenheitssieg gefeiert. Damit war zugleich auch der Mannschaftskampf entschieden (18:9).

75 kg gr.: Benedikt Rebholz – Zoltan Levai 0:4 – Rebholz wehrte sich zwar eifrig, verlor jedoch nach vier Minuten technisch überhöht (18:13). 75 kg Fr.: Roman Dermenji – Osman Kubilay Cakici 1:0 – Im letzten Duell des Tages ging es mit den Wertungen hin und her. Fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff drehte Dermenji den Kampf zu seinen Gunsten. Für die Nackenheimer spielte auch hier der Kampfrichter eine unglückliche Rolle (Endstand: 19:13).