Volleyball, Dritte Liga Frauen: Zum Auftakt in die neue Saison reisen die Volleyball-Damen des TV Villingen gleich zum vermeintlichen Titelfavoriten SV Sinsheim. Entsprechend bescheiden sind die Erwartungen vor dem Spiel, das am Samstag um 19.30 Uhr beginnt.

„Ich habe keine Ahnung, was uns erwartet“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson vor dem ersten Saisonspiel seiner Mannschaft. Nicht nur sein Team geht mit einem deutlich veränderten Kader in diese Spielzeit, auch beim Gegner SV Sinsheim und ganz allgemein in der Dritten Liga hat sich viel getan. Fünf neue Mannschaften kamen dazu, davon mit Bad Soden der Absteiger aus der Zweiten Liga. Immerhin sollte sich die dritthöchste Spielklasse in der Saison 2018/19 etwas ausgeglichener präsentieren, was die Aufgabe für die Villingerinnen nicht unbedingt einfacher macht.

In der Vorbereitung wurde beim TV mächtig gearbeitet, galt es doch die Abgänge von Martina Bradacova und Nadine Hones zu kompensieren. Deren Positionen im Außenangriff werden von Neuzugang Klara Single sowie wahlweise von Michelle Feuerstein, Maria Kühne oder Lisa Spomer besetzt. Auch in der letzten Trainingswoche lag das Hauptaugenmerk auf dem Erarbeiten eben dieser Positionen. Johansson: „Es ging vor allem um die Abstimmung und die unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Außerdem haben wir Aufschläge trainiert.“

Am vergangenen Donnerstag traten die Damen um Mannschaftsführerin Michelle Feuerstein noch zu einem Testspiel beim Oberligisten USC Konstanz an, welches über vier Sätze ging und 2:2 endete. „Das war in Ordnung, zumal wir Michelle Feuerstein wegen einer Erkältung schonen mussten. Wir haben noch einige Schwankungen, es fehlt die Konstanz“, sagt der Villinger Trainer. Feuerstein wird aber in Sinsheim definitiv dabei sein. Fehlen wird hingegen Mittelblockerin Nina Gass. Sie leidet unter Rückenproblemen und wird die nächsten 14 Tage mit dem Training aussetzen. Damit sind die Youngster Jule Gaisser und Michelle Spomer im Block gleich zum Auftakt extrem gefordert. Zuspielerin Ramona Dietrich kommt gerade erst aus ihren Flitterwochen zurück, wird aber mit in den Kraichgau fahren. Johansson: „Wir werden sie aber nur einsetzen, wenn Nikola Strack etwas passieren sollte. Vielleicht wird sie einige Aufschläge machen.“

So wird der TV Villingen mit zehn Damen nach Sinsheim aufbrechen. Die Gastgeberinnen werden von den Experten als Favoritinnen für die kommende Saison gehandelt. Allerdings haben auch sie einen ordentlichen Umbruch zu verzeichnen. Fünf neue Spielerinnen umfasst der Kader. „Deshalb kann man Sinsheim nicht exakt einordnen“, erklärt Johansson. Es gilt also für die Villingerinnen, zunächst erst mal auf sich selbst zu schauen und einen möglichst guten Start hinzulegen.