Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Der SSC Donaueschingen steht nach vier Spielen sowie fünf Punkten auf Rang sieben und läuft damit seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Sinnbildlich für den aktuellen Durchhänger steht das 1:1 am vergangenen Samstag gegen den SV Eisenbach, als die Schellenberger vor allem in Hälfte zwei enttäuschten. „Die ersten 45 Minuten waren das Schlechteste, was ich von unserer Mannschaft seit langem gesehen habe. Jeder einzelne Spieler war weit unter seinem Niveau und hat zu viele Fehler gemacht. Momentan läuft es einfach nicht“, schätzt Trainer Thomas Minzer die aktuelle Lage ein. Direkt nach Wiederbeginn gelang den Donaueschingern zwar der Ausgleich, aber eine Rote Karte aufgrund einer Notbremse nahm dem SSC prompt wieder den Wind aus den Segeln. Minzer: „Dann haben wir mit zehn Mann ordentlich verteidigt, sodass der Punkt am Ende in Ordnung geht.“

Eine ähnliche Spielanalyse liefert auch Mario Heinrich, Trainer des SV Eisenbach. „Wir haben 20 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Bis zur Pause waren wir dann überlegen und haben verdient geführt.“ Nach dem Seitenwechsel sah Heinrich „einen sehr passiven und defensiven SSC“. Mit dem Punkt kann der Eisenbacher Coach gut leben, zumal er ihn einen kleinen Schritt näher zum großen Ziel Klassenerhalt bringt. „Der Saisonstart mit vier Punkten aus vier Spielen ist ordentlich. Wir befinden uns in einer enorm schwierigen Phase, weil uns mehrere Urlauber abgehen“, bewertet Heinrich die momentane Lage.

Den ersten Dämpfer der Saison musste Aufsteiger SG Kirchen-Hausen einstecken. Das 3:4 im Spitzenspiel gegen den FC Lenzkirch war die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen. Das Kuriose dabei ist, dass der Aufsteiger trotz dreimaliger Führung durch ein Gegentor in der Nachspielzeit als Verlierer vom Platz ging. „Das war sehr unglücklich, weil ein Unentschieden absolut gerecht gewesen wäre. Wir hatten genug Chancen, selbst ein viertes Mal vorzulegen“, ärgert sich Trainer Peter Tumler. Den späten K.o.-Schlag führt er auf eine Konzentrationsschwäche in der Innenverteidigung zurück. „Die Spieler waren wohl im Kopf schon in der Kabine. Das darf uns nicht passieren.“ Seinen Abwehrverbund wird er für das kommende Spiel beim SV Gündelwangen verletzungs- und urlaubsbedingt austauschen müssen.

Einen Befreiungsschlag landete am Samstag der SV Aasen. Das 4:1 gegen den TuS Oberbaldingen stellte nicht nur die ersten Zähler der neuen Saison dar, sondern beförderte den Aufsteiger auch über den Strich. „Das war ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Die frühe 2:0-Führung nach gut zehn Minuten hat uns natürlich in die Karten gespielt“, analysiert Trainer Axel Schweizer. Ob nun der viel zitierte Knoten geplatzt ist? „Das bleibt abzuwarten. Unser erstes Spiel war schon nicht schlecht, im zweiten hingegen sind wir zu nervös aufgetreten“, antwortet Schweizer. Den Trainer beschäftigt momentan viel mehr die Personalnot, die sich zuletzt weiter verschlechterte: „Wir haben uns den Sieg teuer erkauft, weil sich gleich drei wichtige Spieler Bänderverletzungen zugezogen haben.“

Kommender Gegner der Aasener ist der SV Grafenhausen, der seinerseits am Sonntag den FC Löffingen II mit 3:2 besiegte. Trainer Nils Boll war vor allem mit der ersten Hälfte seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Wir hätten höher als 2:0 führen müssen. Dann kassieren wir aus dem Nichts zwei Gegentore“, erklärt Boll. Dass seine Mannschaft letztlich als Sieger vom Platz ging, lag vor allem an Angreifer Florian Haselbacher, der für alle drei Tore verantwortlich zeichnete und mit fünf Treffern schon wieder die Torjägerliste anführt, obwohl sein Team ein Spiel weniger absolviert hat. „Er ist natürlich eine Waffe im Angriff. Die anderen Spieler haben ihren Job aber auch gut gemacht“, lobt Boll. Weniger Freude hat der Coach an der Ansetzung des Mittwochabend-Heimspiels gegen Aasen, das aufgrund des späten Anpfiffs nur auf dem Hartplatz ausgerichtet werden kann, weil dort eine Flutlichtanlage zur Verfügung steht. Boll: „Wir wollten das Spiel zunächst nach Aasen verlegen. Das wollte der Staffelleiter aber nicht, weil wir in der Rückrunde sonst drei Heimspiele in Folge hätten.“