Volleyball, Dritte Liga, Damen: TG Bad Soden – TV Villingen (Sonntag, 16 Uhr). (daz) Zu ungewohnter Zeit streben die Villingerinnen beim Zweitliga-Absteiger die ersten Auswärtspunkte an. Möglicherweise kann sich der Anpfiff der Partie sogar noch weiter verschieben, da direkt zuvor ein Spiel angemeldet wurde. Für Villingen sind dies bei einem rund 310 Kilometer langem Anreiseweg keine günstigen Voraussetzungen. „Wir können dran nichts ändern und müssen das Beste daraus machen. Wir werden alles versuchen, um dort zu punkten“, gibt TV-Trainer Sven Johansson das Ziel vor.

Bad Soden befindet sich nach dem Zweitliga-Abstieg personell im Umbruch. Das Team hat schon sieben Spiele ausgetragen und zwei Punkte Vorsprung. In eigener Halle hat Bad Soden aus drei Spielen nur einen Punkt geholt. „Es sollte ein Spiel zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe werden“, sagt Johansson. Bad Soden verfügt über ein Team aus jungen und erfahrenen Spielerinnen. Im Mittelblock haben sie eine großgewachsene Brasilianerin. Eine weitere Mittelblockerin musste der Gastgeber erst im Oktober aus familiären Gründen ziehen lassen.

Villingen reist mit allen elf Spielerinnen aus dem Kader an. „Alle sind fit und wir haben unter der Woche sehr gut trainiert. Ich habe durchaus einige personelle Möglichkeiten“, fügt Johansson an. Beim jüngsten 3:0-Sieg gegen Freisen bot sich Lisa Spomer nachhaltig als Alternative auf den Außenpositionen an. Sie könnte eine Alternative zu Klara Single und Maria Kühne darstellen, zumal Spomer körperlich etwas größer ist. Johansson hat somit Optionen, die ihm lange fehlten. Auch im Mittelblock bieten sich einige Alternativen an, nachdem Nina Gass zuletzt ein gutes Comeback gab. Felicitas Piossek trainierte zuletzt ebenfalls mit, hat aber noch mit ihrer Handverletzung zu kämpfen. Sie soll selbst entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist.

Beim jüngsten Heimsieg zeigten die Johansson-Schützlinge eine deutlich höhere Qualität bei den Aufschlägen. Diese sollen auch am Sonntag präzise und druckvoll geschlagen werden. Wenn es schließlich noch gelingt, variabel anzugreifen, sollte Villingen nicht chancenlos sein.