Volleyball, Dritte Liga Damen: TV Villingen – SV Sinsheim (Samstag, 19 Uhr). Im vorletzten Heimspiel der Saison empfangen die Villinger Volleyballerinnen den Tabellenzweiten. In den vergangenen Jahren gab es zwischen beiden Konkurrenten stets ausgeglichene Spiele auf gutem Niveau und auch Villinger Siege. Im Hinrundenspiel setzten sich die Schwarzwälderinnen in einem sehr guten Spiel in Sinsheim mit 3:2 Sätzen durch. Schöne Ballwechsel und ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe zeichnen sich diesmal erneut ab, auch wenn der Gegner bisher sieben Punkte mehr auf dem Konto hat. „Wenn Sinsheim in Bestbesetzung spielt, ist diese Mannschaft immer Favorit“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson. Sein Team verspüre indes keinen Druck und werde befreit aufspielen. „Meine Spielerinnen gehen stets hoch motiviert in jede Partie. Das kann ich auch für den Samstag versprechen“, ergänzt Johansson.

Sinsheim, ein ehemaliger Bundesligist, hat bereits im Januar seinen Verzicht auf einen möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga bekannt gegeben. Das ändert aber nichts daran, dass dieses Team nur zu gern mit dem Titel die Saison abschließen will. Zuletzt verlor die Mannschaft mit 2:3 gegen Waldgirmes. Auch die Niederlage gegen Lebach überraschte. Villingen hingegen feierte zuletzt drei Siege und gab dabei nur einen Satz ab. Die Form scheint also zu stimmen.

Bei Villingen gibt es personell gute und weniger gute Neuigkeiten. Zuspielerin Ramona Wolbert fällt mit einer Viruserkrankung definitiv aus. Sie ist krank geschrieben und war auch nicht im Training. Somit ist Nikola Strack auf der Position gesetzt. Aus beruflichen Gründen steht am Samstag Mittelblockerin Felicitas Piossek nicht zur Verfügung. Auf der Position hat Johansson dennoch gute Nachrichten: Nina Gass, die einige Wochen verletzt pausieren musste, hat das Training wieder aufgenommen, allerdings noch Rückstand. „Ob sie spielt oder gar in der Startformation steht, ist noch offen. Ich werde kein Risiko eingehen. Möglicherweise bringe ich sie auch nur zu Teileinsätzen“, betont der Trainer.

Damit ist im Mittelblock nur Lena Kälberer gesetzt. Wer die zweite Position ausfüllt, ist noch offen. Jule Gaisser wäre eine Kandidatin. Denkbar ist aber auch, dass Johansson die junge Spielerin, ebenso wie Amelie Nunnenmacher, an die zweite Mannschaft abgibt. Johansson: „Das Verbandsliga-Team hat noch die Chance, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Mein Trainerkollege Dirk Becker soll entscheiden, ob er die beiden Youngster gerne in seinem Team hätte. Er soll in Litzelstetten die bestmögliche Formation zur Verfügung haben.“

In der letzten Vorbereitungsphase will der Trainer seinen Spielerinnen noch mal ausführlich das Video vom Hinspiel zeigen, um auf die Stärken und Schwächen des Gegners hinzuweisen. „Wir werden uns danach gemeinsam eine Aufschlagstrategie zurechtlegen, die den bestmöglichen Erfolg verspricht“, fügt Johansson an. Der Coach würde gegen Sinsheim nur zu gerne punkten, wenn möglich dreifach. Villingen hätte dann allerbeste Aussichten, in den restlichen drei Drittligapartien in der Tabelle noch ein Stück nach oben zu klettern.