Volleyball, Dritte Liga, Damen: (daz) Endlich ist er da: Im dritten Versuch ist dem TV Villingen am Sonntag bei der TG Bad Soden der erste Auswärtssieg der Saison gelungen. Mit 3:0 fiel dieser deutlich aus, doch die drei engen Satzergebnisse mit den knappsten aller möglichen Abstände zeigen, dass sich zwei Teams auf Augenhöhe begegneten.

Ausblick: Bad Soden stand für die Villingerinnen erstmals auf dem Reiseziel. Zwar gastierten die TV-Schmetterlinge schon oftmals in Hessen, doch Bad Soden spielte nahezu immer eine Liga höher. Vor und nach dem Spiel hatten die Villingerinnen etwas Zeit für außergewöhnliche Ein- und Ausblicke auf das benachbarte Frankfurt. „Die Sporthalle in Bad Soden befindet sich auf einem kleinen Berg. Von da war wunderbar die Skyline von Frankfurt zu sehen. Ein schöner Ausblick, den wir alle genossen haben“, sagt TV-Coach Sven Johansson.

Gastgeber: Besonders wohl fühlten sich die Villingerinnen von den Verantwortlichen und der Mannschaft der TG Bad Soden aufgenommen. „Obwohl in der Halle nicht so viele Zuschauer wie bei uns waren, herrschte eine super Atmosphäre. Wir wurden außergewöhnlich herzlich begrüßt. Weder Zuschauer noch Hallensprecher zeigten sich parteiisch und würdigten unsere Punktgewinne wie die der eigenen Mannschaft. So etwas habe ich selten erlebt“, betont Johansson, während Kapitän Michelle Feuerstein anfügt: „Wir haben uns da super wohlgefühlt.“

Anreise: Mit über 300 Kilometer Anreise war Bad Soden für die Villingerinnen eine der längsten Fahrten zu einem Auswärtsspiel. Die Befürchtungen, am Sonntag erst nach Mitternacht wieder in Villingen einzutreffen, bewahrheiteten sich nicht. Johansson: „Wir hatten nur bei Wiesbaden einen kurzen Stau. Ansonsten sind wir ausgezeichnet durchgekommen und waren um 22.30 Uhr wieder zu Hause.“

Platzierung: Bei der engen Konstellation in der zweiten Tabellenhälfte war es fast absehbar, dass ein Sieg mit einem großen Sprung in der Rangliste verbunden sein kann. So kam es auch. Villingen sprang am Sonntag von Platz zehn auf Rang fünf. Dies ist für den TV Villingen die beste Platzierung im bisherigen Saisonverlauf. Da aber am nächsten Wochenende in der 3. Liga Süd nur das Nachholspiel Freisen gegen Stuttgart ansteht, wird der Sieger dieser Begegnung die Villinger wieder auf Rang sechs distanzieren.

Pause: Für die Villingerinnen gibt es nun erneut eine Punktspielpause. Nur zu gern möchte der Trainer mit einem Trainingsspiel den Rhythmus halten. Angedacht ist ein Spiel am Freitag gegen die eigene zweite Mannschaft oder einen auswärtigen Gegner. Johansson denkt in Richtung Tübingen oder Konstanz.

Alternative: Nach den Abgängen von Nadine Hones und Martina Bradacova standen vor der Saison mit Neuzugang Klara Single und Maria Kühne nur noch zwei Spielerinnen für die Position Annahme außen zur Verfügung. Immer mehr bietet sich jetzt mit Lisa Spomer eine dritte Spielerin an. Sie soll Kühne und Single die nötigen Pausen im Spiel verschaffen. „Es zeichnet Maria und Klara aus, dass sie Lisa nicht als Konkurrenz, sondern eher als Entlastung sehen. Keine Spielerin fühlt sich benachteiligt oder zieht sich in den Schmollwinkel zurück. Uns macht eine zusätzliche Alternative als Mannschaft eher stärker und davon profitieren auch Maria und Klara“, betont Johansson.

Wiedersehen: Das nächste Heimspiel bestreiten die Villingerinnen am 1. Dezember gegen den TSV GA Stuttgart. Eigentlich keine besondere Partie, doch nahezu die halbe Stuttgarter Mannschaft besteht aus ehemaligen Villingerinnen. Nadja Jäckle, die einst sogar in der deutschen Jugendnationalmannschaft spielte, steht in Stuttgart im Mittelblock. Nadine Hones agiert auf der Außenposition. Hinzu kommt die Donaueschinger Zuspielerin Merete Rudolf, die vergangene Saison noch für den TV Villingen II am Ball war.