Handball, Landesliga: Nach nur einem Jahr im südbadischen Oberhaus ist der TV St. Georgen zurück in der Landesliga. Der früh feststehende Abstieg aus der Südbadenliga war Fluch und Segen zugleich. Während die Bergstädter über den verpassten Klassenerhalt enttäuscht waren, hatten sie relativ früh Zeit, sich auf die Landesliga-Rückkehr vorzubereiten.

Ende Juni startete Trainer Jürgen Herr mit seinen Schützlingen in die Saisonvorbereitung. Den Kader verlassen hat Dominik Vetter. Der 32-jährige Kreisläufer trug drei Spielzeiten zum Erfolg der St. Georgener bei. Er wechselt zu seinem Heimatverein TG Schwenningen. Auch Co-Trainer Sven Waßmer ist nicht mehr an Bord. Waßmer war etliche Jahre Spieler und Trainer beim TVS. Sein Trainer-Engagement widmete sich vor allem den Torhütern. Dieses Amt übernimmt Gregor Kaltenbach. Ebenfalls neu im Trainerteam ist Jonas Herrmann. Der Spielmacher geht mit den St. Georgenern in seine 18. Saison. Er wird Jürgen Herr mit seiner ganzen Erfahrung in Doppelfunktion als Co-Trainer und Spieler zur Verfügung stehen. Trotz des Abstiegs gab es keine weiteren Abgänge.

Der 19-jährige Peter Assfalg rückt aus der eigenen Jugend fest in den Kader, steht aber voraussichtlich ab Oktober studiumbedingt nur noch sporadisch zur Verfügung. Rückraumspieler Lukas Holzmann wird nach einer Operation am Kahnbein in diesem Jahr nicht mehr spielen können.

Highlight der St. Georgener Vorbereitung war die Partie gegen den Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten. In weiteren Testspielen gegen die Bezirksklasse-Topteams SG Schramberg und SG Hornberg/Lauterbach/Triberg holte sich der Südbadenliga-Absteiger den Feinschliff. Der Trainer war mit den Auftritten seiner Schützlinge in diesen Tests nur bedingt zufrieden „Unsere Leistungen waren sehr wechselhaft. Besonders in Schramberg konnten wir überhaupt nicht überzeugen. Mit den anderen zwei Tests war ich zufriedener“, sagt Jürgen Herr und fügt an: „Es gibt zwar an vielen Stellschrauben noch einiges zu drehen, das Grundsystem steht aber stabil. Wir haben in verschiedenen Konstellationen gespielt. Das macht uns flexibler“.

Der TVS kann in vielen Bereichen auch von den Erfahrungen der Südbadenliga-Saison profitieren. Dennoch haben die Jungs vom Rossberg den nötigen Respekt vor der Landesliga. Allein die Tatsache, dass die SG Mimmenhausen/Mühlhofen in der vergangenen Spielzeit als Südbadenliga-Absteiger in die Bezirksklasse durchgereicht wurde, ist für Herr & Co. Warnung genug.

Einige Vereine, wie der TV Herbolzheim oder der TV Ehingen, haben sich clever verstärkt. Hinzu kommen mit der HG Müllheim/Neuenburg, dem SV Allensbach und dem TV Meßkirch interessante Aufsteiger. Auch die Nachbarn SG Schenkenzell/Schiltach und die SG Gutach/Wolfach haben jeweils ein schlagkräftiges und eingespieltes Team. Vor allem die Derbys gegen diese zwei Mannschaften versprechen besonders hitzige und attraktive Duelle mit vielen Zuschauern.

Die St. Georgener starten vor heimischem Publikum in die neue Saison. Am Samstag empfangen sie in der Roßberghalle um 19.30 Uhr die HG Müllheim/Neuenburg.