Frauenfußball: (ate) Die Verantwortlichen der Sportfreunde Neukirch mussten sich in den vergangenen Monaten mit einem unschönen Thema auseinandersetzen. Auslöser war eine Mitteilung, die dem Verein einiges an Arbeit bereitete. In dieser Mitteilung ging es darum, dass gegen eine Spielerin der Sportfreunde Anzeige erstattet wurde.

Eine Spielerin einer gegnerischen Mannschaft hatte sich vergangene Saison bei einem Zweikampf schwer verletzt. Danach hatte diese sowohl eine strafrechtliche Anzeige wegen Körperverletzung als auch eine zivilrechtliche Anzeige wegen Schmerzensgeldforderungen gegen eine Neukircher Spielerin gestellt. „Was sich zu Beginn als schlechter Scherz angefühlt hat, wurde mit der Zeit bitterer Ernst“, blickt der Vorsitzender der Neukircher, Dirk Hofmeier, zurück. Zwar handelte es sich um eine Privatanzeige, „aber“, so Hofmeier, „die Sportfreunde wollten sich in dieser Angelegenheit gegen eine Vereinsspielerin nicht heraushalten“. So kam es zu Aussagen bei der Polizei und es musste ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden. Weder der Verein noch die Privatperson durften Einsicht in die Akten nehmen. Sie durften sich auch nicht mit dem Anwalt und der Klägerin in Verbindung setzen.

Nach einigen Wochen wurde zur Erleichterung der Sportfreunde die strafrechtliche Anzeige seitens der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Allerdings blieben die Neukircher auf den Anwaltskosten in Höhe von 500 Euro sitzen. Der Vorstand hatte entschieden, die kompletten Kosten zu übernehmen.