Unaufhaltsam eilen die Basketballer der Wiha.Panthers von Sieg zu Sieg in der Regionalliga. Selbst der Doppelspieltag am vergangenen Wochenende brachte die Neckarstädter nicht von ihrem erfolgreichen Weg ab. Mit 21 Erfolgen in Serie und bisher nur einer Niederlage deklassieren sie in dieser Saison (fast) die gesamte Konkurrenz. Das Problem: Eine zweite Niederlage könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine zu viel für die Aufstiegsträume der Schwenninger sein.

Mühelos: Der Auftakt gegen Tabellenschlusslicht Limburg (93:58) am Samstagabend hatte für die in allen Belangen überlegene Schwenninger Mannschaft bestenfalls den Charakter eines Trainingsspiels unter Wettkampfbedingungen. Die mit nur sechs Spielern angetretenen Gäste schenkten die Partie schon im Vorfeld ab und konzentrieren sich stattdessen auf die nächste Saison in der 2. Regionalliga. „Ich finde es eine Frechheit, nur mit sechs Spielern zu kommen und die anderen Spieler scheinbar für den Rest der Saison zu schonen“, ärgerte sich Panthers-Trainer Alen Velcic nach der Partie. Die Abwehrarbeit der Baskets war körperlos und behäbig, die Offensive gegen selbst mittelmäßig verteidigende Panthers chancenlos. An einem normalen Wochenende ohne ein weiteres Spiel am Folgetag wäre das Ergebnis wohl noch weitaus deutlicher ausgefallen. Die Panthers sparten sich ihre Kraftreserven jedoch für die Partie am Sonntag gegen den Tabellenvierten Saarlouis auf, der ihnen wesentlich mehr abverlangte.

Leerer Tank: Im Vorfeld des mit zwei Spielen belegten Wochenendes verwies Trainer Velcic auf den sehr guten körperlichen Zustand seiner Mannschaft. Die Resultate vom Wochenende unterstreichen dies. Dennoch ging vor allem das intensive zweite Spiel gegen Saarlouis (92:78) nicht spurlos am Ligaprimus vorbei. „Gegen Ende des zweiten und vierten Viertels ist uns die Kraft ausgegangen“, bemerkte Velcic. Speziell im letzten Abschnitt nutzten die Gäste aus dem Saarland die schwindenden Kräfte des Gastgebers und betrieben Ergebniskosmetik. Dass am Ende dennoch ein ungefährdeter 14-Punkte-Sieg zu Buche stand, verdeutlicht die Dominanz, mit der die Panthers in den 30 Minuten zuvor auftraten. Nach einem wohlverdienten trainingsfreien Montag bereiten sich die Doppelstädter nun intensiv auf das Gastspiel in Kaiserslautern vor.

Zurückgemeldet: Nachdem es vor allem in Stuttgart und Mainz punktetechnisch nicht so gut lief wie gewohnt, meldete sich Topscorer Rasheed Moore am Wochenende in beeindruckender Manier gleich doppelt zurück. In der Summe stand der US-Amerikaner in knapp 74 von 80 möglichen Minuten auf dem Feld und überzeugte mit 23 bzw. 27 Punkten. Im Spiel gegen liberal verteidigende Limburger fand Moore oft Wege zum Korb und ließ es einige Male per Dunk krachen.

Siegesdruck: Der Tabellenzweite Speyer, der nur zwei Punkte weniger, dafür aber den gewonnenen direkten Vergleich gegen die Panthers auf dem Konto hat, lässt nicht locker. In Langen gewannen die Vorderpfälzer locker mit 102:67. „Wir werden wohl jedes der fünf verbleibenden Spiele gewinnen müssen. Speyer wird nicht mehr verlieren“, wagt Alen Velcic eine Prognose. In der Vorsaison durften sich die Panthers vier Niederlagen auf dem Weg zum Titel erlauben. In diesem Jahr werden sie es wohl bei der einen Pleite vom zweiten Spieltag in Speyer belassen müssen. Als wohl wichtigstes Spiel im Endspurt kristallisiert sich das Auswärtsspiel beim Tabellendritten Koblenz am 7. April heraus. Für diese Begegnung bieten die Panthers ihren Anhängern einen Fanbus an.