Eishockey: (daz) Es geht wieder los: Die Schwenninger Wild Wings luden am Freitagabend zum ersten Training und 1800 Fans kamen. Eine stattliche Kulisse, auch wenn es nicht die erwarteten 2000 waren, so dich immerhin rund 200 Besucher mehr als im vergangenen Jahr. Die Wild Wings trainieren wieder und die Fans können es kaum erwarten, bis die Saison startet. Zunächst stehen Test- und Freundschaftsspiele an. So bereits am heutigen Samstag ab 16 Uhr beim EHC Freiburg.

Die Stimmung am Freitagabend beim ersten offiziellen Eistraining der Schwenninger Wild Wings in die Helios-Arena war wieder klasse. Stadionsprecher Domenic Liebing, stellte die Spieler einzeln vor, als diese in die Halle kamen, Natürlich in den schmucken neuen Trikots. "Er hat der vergangenen Saison seinen Stempel aufgedrückt. Wir hoffen, er tut es wieder“, sagt Liebing, als mit der Nummer 34, Torwart Dustin Strahlmeier, als erster Spieler, unter tosendem Applaus auf das Eis kam. „Hult, Hult, Hult“, schallte es sofort durch die Arena, als der schwedische Angreifer Andrée Hult die Eisfläche betrat.

Besonders im Blickpunkt waren natürlich die Neuzugänge. Philip McRae mit der Nummer 4, Ville Korhonen mit der 11 (beide Ässät), Rihards Bukarts mit der 8 (Eisbären Berlin), Stefano Kornelli mit der 97 (Tölzer Löwen), alle Stürmer. Dazu Verteidiger Boaz Bassen mit der 74 (eigener Nachwuchs) und Torhüter Luis Benzing mit der 72 (ebenfalls eigener Nachwuchs). „Wir freuen uns, dass ein so talentierter Spieler wie du Rihards, zu uns nach Schwenningen kommt“, sagte Liebing zu dem lettischen Nationalstürmer. In der Tat, der 22-jährige Rechtsschütze brillierte auch schon im ersten Training vor den Fans mit seiner starken Lauftechnik und seinem präzisen Schuss.

Der Star in Schwenningen scheint aber der Trainer zu sein. Chefcoach Pat Cortina erhielt bei seinem Einlauf den meisten Applaus. Der fragte sich allerdings, wo sind denn die Pucks? Die hatten die Schwenninger vor lauter Aufregung in der Kabine vergessen. Torwarttrainer Ilpo Kauhanen besorgte schnell den weißen Plastikkanister mit den vielen schwarzen Scheiben und kippte ihn übers Eis. Es ging los.

Zunächst stand passen, laufen und schießen auf dem Programm. Dann wurde aber wie es Cortina angekündigt hatte, extra für die Fans viel gespielt. Zunächst mit vier gegen vier Feldspieler und dann drei gegen drei Feldspieler jeweils plus Torwart. Da wurden einige schöne Tore, auch von Verteidigern wie Mirko Sacher oder Benedikt Brückener bejubelt. Bukarts traf elegant und auch ein Heber von McRae war etwas für das Auge. Allerdings gab es auch von den Keepern schöne und blitzschnelle Paraden zu bewundern. Auffällig auch, wie ungeniert und frech der erst 19-jährige Verteidiger Bassen aufspielte.

Die Fans waren nach der einstündigen Einheit begeistert und gaben den Kufencracks bei ihrer Ehrenrunde viel Applaus. Fabian Heizmann, 28-jähriger SERC-Fan aus Donaueschingen meinte: „Das war stark wie flüssig das Zusammenspiel schon klappt. McRae ist athletisch und schnell. Kornelli kann gut mit dem Schläger umgehen und er hat ein gutes Augen.“ Heizmann kommt seit 20 Jahren nach Schwenningen zum Eishockey. "Ich glaube, dass dieses Jahr die direkte Play-off-Qualifikation, also Platz sechs, drin ist. Die Abgänge können durch Teamgeist wettgemacht werden.“

Noch nie ein Training vor so vielen Zuschauern hat Korhonen absolviert. „So etwas gibt es in Finnland nicht. Aber es war großartig, es macht Riesenspaß vor so einer Kulisse zu trainieren“, so der 31-Jährige. „Wir haben die letzten Tage schon intensiver trainiert, aber das Training vor den Fans hat am meisten Spaß gemacht“, strahlte auch Goalie Marco Wölfl hinterher.

Am heutigen Samstag gastieren die Wild Wings beim Zweitligisten Freiburger Wölfe zum ersten Test. SERC-Verteidiger Brückner sagte: „Spielerisch haben wir im Training noch nicht viel gemacht. Da gilt es zu improvisieren. Natürlich wollen wir gewinnen.“