Ringen, Bundesliga: SV Triberg – Red Devils Heilbronn 10:12 – Da fehlte nicht viel! Fast hätten die Triberger Ringer die Überraschung geschafft und den Favoriten aus Heilbronn bezwungen. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Kai Rotter nach einem tollen Mannschaftskampf knapp geschlagen geben. Für Rotter hatte auch der Kampfrichter seinen Anteil daran, dass die Gäste als Sieger von der Matte gingen. „Es waren einige fragwürdige Entscheidungen. Wir waren dicht dran, aber irgendwie hätten wir gar nicht gewinnen können“, kritisierte der Triberger Coach Mattenleiter Karl-Peter Schmitt. Vor allem der entscheidende Kampf des Abends zwischen Benedikt Rebholz und dem Heilbronner Fabian Fritz sorgte für große Verärgerung im Triberger Lager.

Red Devils-Trainer Marcus Mackamul wirkte nach dem Auswärtserfolg seines Teams erleichtert: „Ich wusste, dass es knapp wird. Die vier kampflosen Punkte für uns in der 61 kg-Klasse waren entscheidend.“

Die Einzelkämpfe:

57 kg griechisch: Aleksei Kinzihigaliev – Valentin Lupu 2:0 – In seinem ersten Auftritt im Trikot des SV Triberg zeigte der Russe eine überzeugende Leistung gegen den erfahrenen Lupu (Gesamtstand: 2:0). 130 kg Freistil: Rares Chintoan – Stefan Kehrer 1:0 – Rückkehrer Chintoan meisterte zwar seine Aufgabe erfolgreich. Insgeheim hatten sich die Triberger in diesem Kampf allerdings mehr als einen Mannschaftspunkt ausgerechnet (3:0).

61 kg Fr.: Vladislaw Wagner – Levan Vartanov 0:4 – Wagner hatte Übergewicht. Den Freundschaftskampf gewann Vartanov (3:4). 98 kg gr: Oliver Hassler – Etka Sever 0:2 – Hassler geriet frühzeitig mit 0:4 in Rückstand und rannte diesem vergeblich hinterher (3:6). 66 kg gr.: Kristian Fris – Aurelian Leciu 4:0 – Der serbische Europameister ließ dem Ex-Triberger keine Chance. Am Ende wurde Leciu sogar noch disqualifiziert. Somit führten die Triberger zur Halbzeit knapp mit 7:6.

86 kg Fr.: Ahmed Dudarov – Sandro Aminashvili 0:1 – Dudarov startete gut. Mit zunehmender Kampfzeit merkte man ihm jedoch an, dass er für die 86 kg-Klasse Gewicht „abkochen“ musste. Am Ende verlor der Triberger knapp (7:7). 71 kg Fr.: Adrian Wolny – Julian Meyer 0:2 – Der junge Wollny zeigte trotz der Niederlage bei seinem Debüt für das Triberger Bundesliga-Derby ein gute Leistung (7:9). 80 kg gr.: Jan Rotter – Pascal Eisele 0:1 – Rotter war drauf und dran, den Europameister von 2016 zu bezwingen. Doch in der Schlussphase des Kampfes erhielt er eine Verwarnung, die Eisele den hauchdünnen Sieg einbrachte. „Diese Entscheidung vom Kampfrichter war lächerlich“, meinte Kai Rotter zur Verwarnung gegen seinen Bruder (7:10).

75 kg gr.: Benedikt Rebholz – Fabian Fritz 0:2 – Auch bei diesem Duell brachte der Unparteiische die Triberger zum Kochen. Und auch hier gab es harte Worte des Trainers: „Benedikt wurde verpfiffen“. Der umstrittene Sieg von Fritz bedeutete zugleich die Entscheidung im Mannschaftskampf zugunsten der Heilbronner (7:12). 75 kg Fr.: Roman Dermenji – Christian Maier 3:0 – Im letzten Kampf des Abends spielte Dermenji seine Klasse aus und landete einen souveränen Sieg (Endstand: 10:12).

Oberliga Südbaden: SV Triberg II – KSV Appenweier 9:25 – Das stark ersatzgeschwächte Triberger Reserveteam verlor auch den letzten Vorrundenkampf. Für den SVT punkteten Marian Apostol, Coskun Öztürk (beide Schultersieger) und Simon Günter (Punktsieger).

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