Ringen, Bundesliga: SV Triberg – TuS Adelhausen (Freitag, 20.30 Uhr)

Zum Abschluss der Hauptrunde wartet eine knackige Aufgabe auf die Triberger. Mit dem TuS Adelhausen gastiert eine Mannschaft unterm Wasserfall, die in der zweiten Saisonhälfte richtig Fahrt aufgenommen hat. Zuletzt sorgten die Adelhausener für die bislang einzige Saisonniederlage von Spitzenreiter ASV Mainz. In der Rückrunde deklassierten sie zudem die hoch gehandelten Red Devils aus Heilbronn mit 14:6 und peilen nun im Schwarzwald den siebten Sieg in Serie an. Dass die Gäste den letzten Hauptrundenkampf locker angehen, dürfte nicht der Fall sein. Die TuS-Mannschaft hat noch die Chance, der beste Tabellenzweite aus den drei Bundesliga-Gruppen zu werden. Dies würde zugleich bedeuten, dass die Adelhausener bei der Achtelfinal-Auslosung gesetzt sind und somit nicht auf einen der Hauptrundensieger treffen können.

Tribergs Trainer Kai Rotter weiß natürlich um die Stärke der Ringer vom Dinkelberg. „Wenn wir in Bestbesetzung antreten und das Optimale herausholen, haben wir eine Chance. Ansonsten wird’s schwierig“, so Rotter. Die Triberger haben einige angeschlagene Ringer, deshalb gibt es noch einige Fragezeichen. Offen ist auch, ob Jan Rotter eingesetzt werden kann. „Auf jeden Fall wollen wir unseren Fans tolle Kämpfe zeigen“, kündigt der Triberger Trainer an.

Ein besonders hochklassiges Duell gibt es höchstwahrscheinlich in der Gewichtsklasse bis 66 kg griechisch-römisch. In der Rückrunde ging für Triberg in dieser Klasse bislang immer Kristian Fris auf die Matte und für Adelhausen Ivo Angelov. Kommt es zu diesem Aufeinandertreffen der beiden, wäre es zugleich auch die Neuauflage des Finales bei der Europameisterschaft. Fris gewann den Kampf im Mai knapp und damit EM-Gold. Angelov präsentiert sich in der aktuellen Bundesliga-Saison in überragender Form. In zehn Einsätzen für Adelhausen holte er bislang 40 von 40 möglichen Punkten und brennt sicherlich auf die EM-Revanche.

Der Kampf am heutigen Freitag ist für Gäste-Trainer Bernd Reichenbach zugleich auch die erste Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Reichenbach saß von 2009 bis 2014 auf dem Trainerstuhl beim SVT und schaffte dabei mit den Tribergern den Aufstiegs-Hattrick von der Oberliga bis in die Bundesliga. „Ich hatte schöne Jahre in Triberg. Es ist für mich natürlich ein besonderer Auswärtskampf“, freut sich Reichenbach auf das Südbaden-Derby und hofft, „dass wir den Zuschauern hochklassige Kämpfe bieten können“.