Ringen, Bundesliga: SV Triberg – ASV Urloffen 16:5 – Das war ein Abend ganz nach dem Triberger Geschmack. Ein tolles Derby, attraktive und spannende Einzelkämpfe, eine gute Kulisse und endlich der erste Saisonsieg. „Dieser Erfolg war überfällig“, meinte ein erleichterter Trainer Kai Rotter nach dem Kampf. Urloffens Trainer Harald Hertwig sprach von einem „verdienten Sieg für Triberg“. Beide Seiten waren sich auch einig, dass das Duell der südbadischen Rivalen spannender war, als es das Ergebnis ausdrückt. Den Tribergern kann’s egal sein. Nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn gab es endlich Grund zum Jubeln. „Es war ein gelungener Abend für uns. Allerdings war uns auch klar, dass wir diesen Kampf unbedingt gewinnen müssen“, sagte der SVT-Vorsitzende Mike Pfaff.

Die Einzelkämpfe:

57 kg Freistil: Özbekhan Güclü – Nico Mergele 0:2 – Das Derby begann gleich mit einem Dämpfer für die Gastgeber. Güclü nahm in seinem ersten Kampf für die Triberger seine Aufgabe gegen den Jugendringer offensichtlich zu einfach und bekam prompt die Quittung. Allerdings traf der Türke aufgrund eines Autobahnstaus auch erst fünf Minuten vor dem Wiegen am Wasserfall ein (Gesamtstand: 0:2). 130 kg griechisch-römisch: Oliver Hassler – Gabriel Fix 2:0 – Hassler war anzusehen, dass er endlich den ersten Einzelsieg für seinen neuen Verein landen wollte. Entsprechend konzentriert ging er zur Sache und wurde souveräner Punktsieger (2:2).

61 kg gr.: Marvin Scherer – Patrick Köhli 4:0 – Scherer hatte gegen den Youngster eine Pflichtaufgabe, und die erfüllte er. Nach einigen sehenswerten Überwürfen wurde er Überlegenheitssieger (6:2). Bis 98 kg fr.: Ahmed Dudarov – Sebastian Jezierzanski 1:0 – Die beiden Spitzenringer lieferten sich ein von Taktik geprägtes Duell. Dabei unterstrich Dudarov mit einem hauchdünnen Sieg seine gute Form (7:2).

66 kg Fr.: Vladislav Wagner – Laszlo Simo 0:1 – Wagner verkaufte sich gut. Dennoch war der Urloffener in den entscheidenden Situationen einen Tick besser. „Ich war zufrieden. Aber ich habe auch noch kleine Fehler gemacht, die den Sieg kosteten“, meinte der Triberger nach dem Kampf (7:3). 86 kg gr.: Viktor Nemes – Julian Neumaier 3:0 – Nemes wollte seine Schulterniederlage zwei Wochen zuvor wieder gutmachen. Sechs Minuten lang gab er „Vollgas“ und wurde dafür mit einem klaren Punktsieg belohnt (10:3). 71 kg gr.: Aleksan Mikayelyan – Van Chlovelle Meier 3:0 – Mikayelyan tat sich zeitweise schwer, war gegen den jungen Meier aber dennoch jederzeit Herr der Lage (13:3). 80 kg Fr.: Marius Weiss – Marius Atofani 0:2 – Weiss lieferte gegen den Rumänen einen beherzten Kampf ab, musste sich dem erfahrenen Atofani aber knapp geschlagen geben.

75 kg Fr.: Roman Dermenji – Nicolai Chireacov 1:0 – Beide Ringer zeigten einen Kampf mit klasse Freistilaktionen, den Dermenji hauchdünn für sich entschied und damit auch den ersten Saisonsieg der Triberger unter Dach und Fach brachte. 75 kg gr: Benedikt Rebholz – Andreas Boczek 2:0 – Rebholz kommt von Kampf zu Kampf besser in Fahrt. Mit einer starken Leistung sorgte er zum Abschluss für den siebten Triberger Einzelerfolg an diesem Abend.

Schwere Aufgabe in Freiburg

Auf die Triberger wartet am Dienstag bereits das nächste Südbaden-Derby. Der SVT gastiert um 17 Uhr bei der RKG Freiburg. „Wir fahren nach dem Erfolg gegen Urloffen um einiges selbstbewusster zu diesem Kampf“, sagt Kai Rotter. Gute Chancen auf den zweiten Saisonsieg erhofft sich Marvin Scherer: „Wir sind optimistisch und hochmotiviert.“ Dass dem SVT ein schweres Stück Arbeit bevorsteht, zeigten die Freiburger am vergangenen Samstag durch das beachtliche 1:1-Unentschieden beim TuS Adelhausen.

Oberliga Südbaden: Die zweite Mannschaft des SV Triberg verlor den Heimkampf gegen Spitzenreiter Hofstetten II mit 0:40, da die Triberger verletzungsbedingt zu wenige Ringer hatten. Am Dienstag, 17 Uhr, muss das Schlusslicht beim RSV Schuttertal antreten.

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