Eishockey: (daz) Rund zwei Wochen vor dem Punktspielauftakt testen die Schwenninger Wild Wings am Sonntag ab 18 Uhr auf eigenem Eis gegen den Ligakonkurrenten Adler Mannheim den Stand der Vorbereitung. "Ich freue mich auf das Spiel. Mannheim ist ein starker Gegner und wir brauchen in der Vorbereitung starke Gegner", sagt Pat Cortina, Coach der Wild Wings. Rund 3000 Karten wurden für das Derby im Vorfeld abgesetzt. Mit rund 3500 Zuschauern rechnen die Verantwortlichen in Schwenningen.

Trotz der 1:5-Niederlage am Donnerstag in Kreuzlingen beim Schweizer A-Ligisten EHC Biel nahm Cortina einige positive Erkenntnisse mit. "Wir waren besser, als es das Ergebnis ausdrückt. Es war ein gutes Spiel mit viel Tempo gegen einen sehr starken Gegner. Wir waren 30 Minuten gleichwertig. Der Treffer zum 1:3 hat das Spiel entschieden. Danach agierten wir etwas müde und die Kraft war weg", resümiert Cortina. Diese Erkenntnis kam für ihn nicht überraschend. Nach den harten Trainingseinheiten hatte er damit gerechnet. "Die Spieler haben zuletzt sehr gut und hart trainiert. Dass es am Donnerstag nicht mehr reichte, war absehbar. Genau diese Spiele bringen uns jedoch weiter. Positive Ergebnisse und schlechte Spiele bringen uns nicht weiter. Es geht um das Zusammenspiel und die Entwicklung der Mannschaft. Am 14. September, beim Auftakt der DEL, müssen wir topfit sein", ergänzt Cortina.

Kurzfristig mussten die Wild Wings am Donnerstag auf den erkrankten finnischen Stürmer Markus Poukkula verzichten. Ob dieser am Sonntag gegen Mannheim wieder auf dem Eis steht, ist noch offen. "Ich muss abwarten, wie es ihm am Samstag und Sonntag geht. Ein Einsatz macht nur Sinn, wenn er bei 100 Prozent ist", betont Cortina. Kein Thema für das Derby sind hingegen die verletzten Spieler Kyle Sonnenburg, Dominik Bitttner und István Bartalis. Das Trio soll zunächst erst einmal wieder richtig fit werden.

Unterdessen bemüht sich Cortina vor dem Derby gegen Mannheim etwas die Brisanz aus der Partie zu nehmen. "Es ist ein Vorbereitungsspiel und genau so gehen wir es an. Mannheim ist stark und wird uns zeigen, woran wir in den verbleibenden zehn Tagen noch zu arbeiten haben", fügt Cortina an. Dennoch hofft er, dass die Spieler sich die Müdigkeit etwas aus den Beinen spielen und sein Team mehr als nur 30 Minuten, wie gegen Biel, eine Top-Leistung abruft. Wenn die Neckarstädter dann auch noch mehr Zweikämpfe gewinnen, bei ihren Torchancen noch abgebrühter und eiskalt auftreten, dann wäre Cortina auch unabhängig vom Ergebnis zufrieden.

Kooperation mit Ravensburg

Die Schwenninger Wild Wings und die Ravensburg Towerstars arbeiten künftig eng zusammen. Beide Klubs haben sich in den vergangenen Tagen auf eine Kooperation geeinigt. "Wir haben in den vergangenen Wochen mit den Verantwortlichen der Towerstars einen regen Austausch über eine künftige Zusammenarbeit geführt, der beiden Seiten große Chancen bietet. Nicht nur die räumliche Nähe zwischen beiden Klubs, sondern auch die gleiche Philosophie in der Förderung von deutschen Spielern waren dabei entscheidende Faktoren", sagt Schwenningens Manager Jürgen Rumrich.

Aus dem Kader der Wild Wings wird Julian Kornelli per Förderlizenz bei den Towerstars zu Einsätzen kommen, um Spielpraxis zu sammeln. Von Seiten der Towerstars sind Torhüter Michael Boehm, die Stürmer Daniel Schwamberger und Daniel Pfaffengut sowie Verteidiger Maximilian Kolb lizenziert.

Rainer Schan, Geschäftsführer der Towerstars sagt: "Ich freue mich sehr, dass wir die positiv verlaufenen Gespräche im Sommer zum Abschluss gebracht haben und es mit der Partnerschaft klappt. Nach dem Ende der Kooperation mit Augsburg und einem Jahr Pause ohne DEL-Partner bietet sich für unsere jungen Talente nun wieder die Chance, im Training oder vielleicht sogar einmal im Spiel DEL-Luft schnuppern können."

Neben der neuen Kooperation mit dem DEL2-Ligisten Ravensburg Towerstars werden die Wild Wings auch mit dem EV Lindau weiterhin zusammenarbeiten. "Für uns macht diese Konstellation einfach Sinn, denn so haben wir die Möglichkeit den Standort Schwenningen bei der Nachwuchsförderung weiter voranzubringen. Wir wollen versuchen, die Kooperationen ganz im Sinne der begonnen Förderung der vergangenen Jahre mit Leben zu füllen. Wir gehen so den Schwenninger Weg kontinuierlich weiter", freut sich Rumrich über die Zusammenarbeit mit den beiden Klubs aus Ravensburg und Lindau.