Basketball, Pro B: Neue Gesichter, alte Ziele: Die Basketballer der Wiha Panthers Schwenningen sehen sich mit ihrem neuen Team gut gerüstet, auch in der ProB die Spitze anzugreifen. Daran ändert auch die Testspielniederlage in Tübingen nichts.

Die Räume der Brigachtaler Firma LMS, die die Panthers als Sponsor unterstützt, dienten am Donnerstagnachmittag als Schauplatz des Medientages. Dort stellten sich die Spieler und Trainer nicht nur vor die Kameras der Fotografen, sondern auch den Fragen der Presse. Ein Thema war die Aufarbeitung der Testspielniederlage am Mittwoch bei ProA-Ligist Tigers Tübingen, wo die Schwenninger die erste Niederlage seit fast einem Jahr einstecken mussten.

Das mit 79:96 Punkten klare Ergebnis täuscht allerdings über den weitestgehend offenen Spielverlauf hinweg – einen Klassenunterschied gab es nicht. Im letzten Abschnitt betrug der Rückstand der Panthers auf den letztjährigen Bundesligisten zeitweise nur drei Punkte, ehe Tübingen Abstimmungsfehler der Schwenninger Defensive sowie schwerer werdende Beine ausnutzte und somit den Vorsprung vergrößerte. „Phasenweise haben wir schlecht gereboundet und dem Gegner zu viele offene Dreier ermöglicht. Das wurde eiskalt genutzt. Deshalb hat Tübingen auch einen achtmal höheren Etat als wir“, erklärt Panthers-Trainer Alen Velcic.

Trotz der Niederlage sieht der Trainer die Partie als Schritt in die richtige Richtung. „Über 37 Minuten agierten wir auf Augenhöhe. Dabei hatte der Gegner seine Topleute 35 Minuten auf dem Feld, wir nur 28. Tübingen hatte extreme Probleme mit unseren kleinen Aufstellungen“, lobt Velcic sein Team und wagt eine forsche Prognose: „Würden die Tigers im Dezember nach Schwenningen kommen, hätten wir eine gute Chance auf den Sieg.“ Dennoch sieht Velcic vor allem im taktischen Bereich noch Steigerungspotenzial. „Außerdem muss sich der ein oder andere neue Spieler noch an seine Rolle innerhalb des Teams gewöhnen, was aber völlig normal ist.“

Generell erachtet Velcic die aktuelle Verfassung seines Teams aber als sehr gut, sodass er zwei Wochen vor Saisonstart ein Versprechen abgibt: „Wir wollen ganz oben mitspielen und werden sicher die Playoffs erreichen. Mein eigener Anspruch ist, immer Erster sein zu wollen. Sonst gehe ich nicht ins Training.“ Wie weit die Panthers in den Playoffs vordringen wollen, hängt laut Velcic von verschiedenen Faktoren und vom Glück ab. Ein Platz unter den ersten acht des Zwölferfeldes berechtigt zur Teilnahem an der Endrunde, in der dann Nord-und Südstaffel zusammengelegt werden. Panthers-Spielmacher Kosta Karamatskos ergänzt: „Die Playoffs sind auch mein persönliches Ziel. Das ist ein Muss.“

Früh am Freitagmorgen macht sich der Panthers-Tross auf in Richtung Antalya, wo das siebentägige Trainingslager stattfinden wird. Neben bis zu drei Einheiten am Tag testen die Schwarzwälder am Dienstag gegen den türkischen Zweitligisten Kepez Belediyespor. „Wir fahren hauptsächlich dorthin, um zu trainieren. Der Spaß wird aber automatisch auch kommen“, gibt Velcic die Marschroute vor. Er will seinen Spielern aber auch individuelle Ruhepausen gönnen. „Sieben Tage werden wir dieses Programm nicht durchziehen können, weil sonst die Verletzungsgefahr zu hoch ist. Daher muss ich nach dem Training immer in die Jungs reinhorchen“, erklärt Velcic.

Zudem gaben die Panthers bekannt, dass Kosta Karamatskos neuer Kapitän wird und das Amt von Nikola Fekete übernimmt, der nach der Regionalliga-Meisterschaft seine aktive Laufbahn für beendet erklärte.

 

Ein echter Spielmacher eben

Warum Kosta Karamatskos von den Wiha Panthers (fast) noch lieber Assists sammelt als selbst den Ball im Korb zu versenken, erfahren Sie hier: