Basketball, ProB: RheinStars Köln – Wiha Panthers Schwenningen (Samstag, 18 Uhr). Am Samstag könnten die Panthers den 30. Pflichtspielsieg in Folge einfahren. In Köln ist zudem ihr Kapitän wieder dabei. Die Neckarstädter reisten am Freitag an und bestreiten in Köln zwei Trainingseinheiten.

Nachdem Kosta Karamatskos das Heimspiel gegen die Dragons Rhöndorf aufgrund einer Zerrung vorsichtshalber ausließ, steht einem Einsatz in der Domstadt nichts mehr im Wege. "Kosta ist zu 100 Prozent fit, er wird spielen", beschreibt Trainer Alen Velcic kurz und knapp den Zustand seines wichtigsten Spielgestalters. Wie schmerzlich ein weiterer Ausfall gewesen wäre, demonstrierte das Spiel gegen Rhöndorf, als in der Offensive eine Halbzeit lang gar nichts gelingen wollte. Daher legte Velcic in dieser Woche vor allem den Schwerpunkt auf der taktischen Disziplin und der Offensive. "Ich bin nochmals ausgiebig auf diese Themen eingegangen. Wir haben an der Geschwindigkeit und Qualität der Offense trainiert. Wir fahren nach Köln, um zu gewinnen."

Im Jahr 2013 gegründet, ist die Basketball-Gemeinschaft Köln 99ers und MTV Köln, unter dessen Dach die RheinStars Köln spielen, der zweitgrößte Basketballverein Deutschlands und hegt Ambitionen, auch sportlich in die Spitze des Landes vorzudringen. Im vergangenen Sommer haben diese Pläne allerdings einen herben Rückschlag erlitten. Der letztjährige ProA-Ligist beendete die Hauptrunde auf einem starken vierten Platz, scheiterte aber in der ersten Playoff-Runde und stieg am Ende sogar freiwillig in die ProB ab. Weil die rund 20.000 Zuschauer fassende Lanxess-Arena für den Spielbetrieb der RheinStars viel zu groß und zu teuer war, entschloss man sich, in die wesentlich kleinere ASV-Sporthalle umzuziehen. Weil die neue Spielstätte mit etwa 1000 Plätzen nicht den Mindestanforderungen der ProA entspricht (1500), folgte der Rückzug in die ProB.

Der Start des auf vielen Positionen runderneuerten Teams war holprig. Nach drei Spielen stehen die Kölner mit null Punkten auf Rang neun. Allerdings hatte das Team von Trainer Matt Dodson in allen drei Spielen die Chance auf den Sieg und unterlag immer nur knapp. Entsprechend heiß sind die Kölner auf den ersten Sieg. "Es wird Zeit. Klar wird es schwer, aber wir wollen und können gewinnen", erklärt der Kölner Coach.

Ein Grund für den schweren Saisonstart der Kölner ist die Verletzungsmisere, die die RheinStars heimsucht. Gleich mehrere Leistungsträger fallen monatelang aus, sodass die RheinStars derzeit die kleinste Rotation der Liga stellen. Von den fünf Akteuren mit den meisten Einsatzminuten in der ganzen Liga tragen drei das Kölner Trikot. "Köln hatte Pech mit Verletzungen von Führungsspielern, die sie nicht kompensieren konnten. Sie haben derzeit fünf, sechs gestandene Spieler, danach kommen Jugendliche. Sie haben ein Heimspiel und wollen gewinnen. Wir wollen aber verhindern, dass wir die Ersten sind, die gegen Köln verlieren", ergänzt Velcic.

Prominentester Spieler der Domstädter ist US-Amerikaner Tucker Haymond, der in der vergangenen Saison mit den Austin Spurs, dem Farmteam der San Antonio Spurs, den Titel in der Entwicklungsliga der NBA gewann. Der Shooting Guard weist nach zwei Spielen mit 22,5 Punkten im Schnitt den zweitbesten Mittelwert aller Spieler der Südstaffel- hinter Rasheed Moore, der die gesamte Liga mit 24,7 Zählern anführt.