Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Elf Spiele, elf Siege und ein Torverhältnis von 39:9 – der FC Bräunlingen hat nach der Winterpause eine blütenweiße Weste, die auch beim 2:0-Erfolg in Bad Dürrheim keine Flecken bekam. „Noch haben wir nichts erreicht“, dämpft Trainer Uwe Müller die mögliche Vorfreude auf den Meistertitel. Zweimal müssen die Bräunlinger am Pfingstwochenende Spiele nachholen und könnten sich deutlich absetzen. In Bad Dürrheim gelangen die Treffer in den Minuten 4 und 47 zu psychologisch günstigen Zeitpunkten. „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Da haben wir 20 Minuten nicht das gezeigt, was uns auszeichnet. Wie wir mit unseren Torchancen umgegangen sind, war fast schon eine Katastrophe“, ergänzt Müller. Später wurde es deutlich besser, auch weil die Bräunlinger die Zweikämpfe gewannen.

Die vielen Spiele der vergangenen Wochen scheinen beim SSC Donaueschingen ihren Tribut zu fordern, wie bei der 2:4-Heimniederlage gegen Möhringen deutlich wurde. „Wir haben die vergangenen Partien immer mit den gleichen elf, zwölf Spielern bestritten. Sie kommen jetzt körperlich ans Limit. Das muss man in die Beurteilung des Ergebnisses einfließen lassen“, sagt Trainer Thomas Minzer. Auch die schnelle 1:0-Führung half da nicht. Möhringen brauchte zehn Minuten, um aus dem 0:1 ein 2:1 zu machen. „Wir waren da in den Aktionen viel zu langsam und kamen oft auch einen Schritt zu spät“, analysiert Minzer. Trotz der nun vier Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Hinterzarten haben die Schellenberger diesen Platz noch nicht abgeschrieben.

Mit dem 3:1-Erfolg gegen Grafenhausen ist der FC Löffingen II auf einem guten Weg, den fünften Platz über die Ziellinie zu bringen. „Wir haben schon jetzt eine gute Saison gespielt und Rang fünf wäre wirklich ein toller Platz“, sagt Trainer Stefan Löffler, der mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden war. „Da hat uns Torhüter Langenbacher gerettet. Liegen wir 1:3 hinten, dürfen wir uns nicht beschweren. Nach den personellen Umstellungen lief es deutlich besser und wir haben auch die Tore erzielt“, ergänzt Löffler. Einmal mehr spielte auch der langjährige Landesliga-Trainer Tobias Urban wieder mit. „Er hilft bei uns aus und hat viel Spaß, selbst zu spielen“, fügt Löffler an.

Richtig enttäuscht von seiner Mannschaft war Bernhard Stern, Trainer des TuS Oberbaldingen, nach der 1:2-Heimniederlage seiner Schützlinge gegen Eisenbach. „Das war gar nichts. Wir haben uns nicht einmal die Mühe gemacht, Chancen herauszuspielen. Dem 0:1 ging ein individueller Fehler voraus. Danach hatte ich das Gefühl, man hat uns den Stecker gezogen. Hinzu kam ein verschossener Elfmeter. Ich habe keinerlei Erklärung, wie diese schwache Leistung zustande kam“, resümiert Stern. Die gesamte Rückrunde hat dem Trainer bisher nicht gefallen. All das, was den Aufsteiger in der Vorrunde stark machte, ist nun nicht mehr zu sehen. Stern: „Ich bin richtig sauer und unzufrieden.“

Intern kam in der vergangenen Woche innnerhalb der Mannschaft des FC Pfohren bei einer Aussprache alles auf den Tisch, was die Spieler bewegt und wohl auch etwas hemmt. Danach waren sich alle einig, am Samstag beim Tabellenzweiten Hinterzarten wieder das bessere Gesicht zeigen zu wollen. Gesagt, getan. „Wir haben zwar mit 2:3 Toren verloren, aber das Spiel war eins der besten der gesamten Saison. Das war eine Vorstellung, wie ich sie mir gewünscht hatte. Schade nur, dass wir uns nicht mit einem Punkt belohnt haben. Ein Unentschieden wäre ein gerechtes Ergebnis gewesen“, bilanziert Trainer Dominic Häring. Den Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 für Hinterzarten kreidete sich Häring selbst an. „Da hatte ich gerade eine Umstellung in der Abwehr angesprochen. Die Spieler waren da nicht konzentriert. Das Tor geht auf meine Kappe.“

Mit einem Sieg in Göschweiler wollte der SV Öfingen die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Die drei anvisierten Punkte holte die Elf nicht und musste sich mit einem 2:2 begnügen. „Es war unser schlechtestes Spiel der gesamten Rückrunde. Wir sind alle enttäuscht. Aber es ist auch kein Beinbruch, denn wir haben weiterhin gute Chancen, schon bald alles klar zu machen“, sagt Spielausschussvorsitzender Thomas Klimmer. Dafür müsse die Mannschaft aber den Spielstil schnell wieder umstellen. Klimmer: „Mit Zauberei werden wir keine weiteren Punkte holen. Wir müssen schon am Donnerstag in Hüfingen wieder Fußball spielen. Diese Partie wird keinen deut leichter.“

Das ausgefallene Spiel zwischen dem FC Neustadt II und FC Hüfingen wurde auf Donnerstag, 31. Mai, neu angesetzt.